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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 22:18 Uhr

Verwaltungshandeln gefährdet Erlebnishaus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bau des Erna-Erlebnishauses für nachhaltige Bildung sollte im Herbst beginnen, jetzt heißt es Januar

shz.de von
erstellt am 22.Jul.2017 | 11:00 Uhr

Die Freude ist im Gesicht von Dr. Werner Sach der Enttäuschung gewichen: Im März erst hatte der Erna-Vereinsvorsitzende gehofft, dass mit der Zustimmung des Hauptausschusses nun der Flächennutzungsplan geändert werden und der lang geplante Bau des Erna-Erlebnishauses hinter dem Tierheim im Herbst beginnen könnte. Doch weit gefehlt. Denn die notwendige Vorarbeit der Verwaltung für eine Änderung des Flächennutzungsplanes, die Voraussetzung für eine Baugenehmigung ist, fehlt.

„Wir haben von unserer Seite alles getan, was machbar war: Gerodet, den Ausgleich geschaffen, die Sandfläche vorbereitet, doch die einstigen Zusagen der Stadt, im Herbst können wir loslegen, werden nicht eingehalten“, sagte Sach gestern. Das Problem: Seit elf Jahren plant der Verein Erna (Erlebnis Natur) ein Haus, in dem ganzjährige Bildungsangebote für Kinder rund um das Thema Natur geschaffen werden können. Nach der schwierigen Standortsuche dauerte allein die Planung in Abhängigkeit mit der Stadt nun schon mehr als zwei Jahre. Bisher ist der Verein auf gute Witterung bei seinen Angeboten angewiesen. Sach wurde von der Stadt Eutin immer weiter vertröstet: „Erst hieß es, wir können voraussichtlich im Herbst 2016 beginnen, dann Ostern 2017, jetzt heißt es Januar 2018, aber darauf kann ich mich auch nicht verlassen“, sagte Sach.

Er sei ein Mensch, für den ein gesprochenes Wort gelte. Er habe Firmen und Fördergelder jedes Mal neu angefragt und die Finanzierung geklärt. Mittlerweile hätten damals gemachte Kostenvoranschläge gar Gültigkeit mehr, Förderfristen verstrichen.

Bitten, Hinweise und Briefe, in denen er dem Bürgermeister die Situation schildert, würden gar nicht, spät oder aus Sachs Sicht unzureichend beantwortet. Der Höhepunkt habe sich im Hauptausschuss am 11. Juli ereignet: Sach hatte den Stadtvertretern in einem Schreiben die zeitliche Not des Projektes und die Wichtigkeit einer Änderung des Flächennutzungsplanes für einen baldigen Bau- beginn geschildert. Auf die Frage von Monika Obieray (Grüne) im Ausschuss, wie damit jetzt umzugehen sei, habe Behnk nur gesagt „angemessen“ und den September als nächstmöglichen Sitzungstermin genannt, „oder wollen sie eine extra Sitzung einberufen?“, hinterhergeschoben. „Es kann nicht sein, dass wir so zum Narren gehalten werden“, schimpft Sach. Es sei politisch ein unumstrittenes Projekt für ein nachhaltiges Bildungsangebot. „Wir werden weiter dafür kämpfen und es auch schaffen, aber ohne Unterstützung der Verwaltung geht es nicht“. Seite 3

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