Verwaltung: Treppe muss gebaut werden

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03. Juli 2018, 00:44 Uhr

Die einst angedachte Funktion einer Verbindungstreppe zwischen der Peterstraße und der nunmehr sanierten Straße am Mühlenberg scheint mit der aktuellen Planung des zentralen Omnibusbahnhofes passé: Denn die Aufpflasterung und Beschilderung in die Innenstadt vom neuen ZOB führt genau auf den Pro-Talis-Durchgang zu.

Mehr als einmal hatte der Bauausschuss deshalb die Verwaltung gebeten, in Kiel nachzufragen, ob die Treppe „förderunschädlich“ nicht gebaut werden könne. Nun schlägt die Verwaltung für den morgigen Bauausschuss vor, die Treppenanlage in reduzierter Form aus Sichtbeton zu bauen. Zwischenzeitlich sei die Kontaktaufnahme mit dem Innenministerium erfolgt, mit dem Ergebnis, dass ein Verzicht auf den Bau der Treppenanlage in jedem Fall förderschädlich sei. „Mindestens Fördermittel für die Straße Am Mühlenberg wären zurück zu erstatten. Darüber hinausgehende Sanktionen werden vorbehalten“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Für die Umgestaltung der Straße „Am Mühlenberg“ sind bereits Kosten in Höhe von rund 254 000 Euro angefallen. Ausgehend von einer mindestens Zwei-Drittel-Förderung wären rund 170 000 Euro zurück zu zahlen. Die Eine platzähnliche Gestaltung in der westlichen Peterstraße würde zudem Kosten in Höhe von rund 76 000 Euro verursachen (wir berichteten). Der Aufwand für den Bau der zur Zeit beschlossenen Treppenvariante liegt gemäß aktueller Kostenberechnung bei rund 175 000 Euro brutto. Heißt die Rückzahlung von Fördermitteln und die Gestaltung des Platzes würden mit gesamt 246 000 Euro Mehrkosten in Höhe von rund 71 000 Euro für die Stadt bedeuten. Günstiger wäre da die „reduzierte Treppe in Sichtbeton“ für rund 120 000 Euro. Dies würde 55 000 Euro Einsparungen für die Stadt bedeuten, geht aus der Vorlage hervor.



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