Verwaltung sucht Lösung für Hochkamp

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13. September 2018, 22:42 Uhr

Die CDU stieß mit ihrem Antrag, ein funktionierendes Verkehrsführungs- sowie Parkkonzept für die Straßen am Hochkamp entwickeln zu wollen (wir berichteten), im Bauausschuss am Mittwochabend auf offene Ohren.

„Zu Stoßzeiten kann man in der Bismarck-, der Holsten-, Plump- und Wilhelmstraße vom Verkehrschaos sprechen. Begegnungsverkehr ist in der Bismarckstraße aufgrund parkender Autos nur möglich, wenn die Fahrzeuge auf den Gehweg ausweichen und auch vor der Kreisberufsschule und in der Holstenstraße spitzt sich die Situation zu“, schilderte Marcel Kriwet den Prüfauftrag an die Verwaltung. Der CDU ginge es nicht darum, ein Verkehrskonzept zu beschließen, sondern Lösungen für die Straßen zu finden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Rachfahl verdeutlichte mit aktuellen Bildern die teils brenzligen Situationen, wenn Fußgänger oder Radfahrer den Autofahrern weichen müssen oder letztere sich zwischen parkenden Autos festfahren. Heinz Lange (FWE) nickte bei der Schilderung: „Der CDU-Antrag gibt die Situation wieder, aber eine Einbahnstraße kann nur eine Notlösung sein.“ Monika Obieray (Grüne) sah das Problem eher hauptsächlich als eines der Autofahrer, dass sich auf Stoßzeiten konzentriere. „Vielleicht haben die Autofahrer ein Problem, die Folgen davon jedoch müssen alle ausbaden“, entgegnete Kriwet darauf. Katja Behrends (SPD) bat darum, die untere Riemannstraße in die Betrachtung mit einzubeziehen, denn auch dort parkten Berufsschüler, so ihre Beobachtung.

Auch Bürgermeister Carsten Behnk sah Handlungsbedarf: „Es ist ein erheblicher Nutzungsdruck, der auch durch geänderte Gewohnheiten entstanden ist. Während am Voß-Gymnasium An- und Ablieferverkehr herrsche, sind die meisten Kreisberufsschülre heutzutage selbst motorisiert. Die KBS hat für 3000 Schüler einfach zu wenig Parkplätze.“ Aber eine schnelle Lösung könne Behnk auch nicht erkennen: „Neue Parkflächen in einem so verdichteten Gebiet zu schaffen, ist schwierig.“ Obieray regte an, über Gebühren nachzudenken, doch Lange konterte: „Ordnungsrechtliche Maßnahmen lösen das Problem nicht.“ Der Antrag wurde mit Enthaltung der Grünen einstimmig angenommen.

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