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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 08:39 Uhr

Verwaltung muss das Protokoll nachbessern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Politiker zeigen Stadtverwaltung und Bürgermeister Schwachpunkte auf

Das gibt es auch nicht alle Tage: Der städtische Hauptausschuss hat das von der Stadtverwaltung erstellte Protokoll seiner Sitzung vom 13. Juli nicht genehmigt. Mitglieder aller Parteien waren mit verschiedenen Darstellungen im Protokoll nicht einverstanden.

Der Hauptausschussvorsitzende Oliver Hagen (CDU) brachte es auf den Punkt: „Die Ausschussmitglieder finden sich im Protokoll nicht wieder.“ Vor allen Dingen fehlten wesentliche Zahlen. Beschlüsse seien nicht so gefasst worden, wie es im Protokoll stehe.

So zog sich Kritik an der Stadtverwaltung und an Bürgermeister Jens Paustian durch die Sitzung des Hauptausschusses. Hinter verschlossenen Türen wurde zu Beginn die Stellungnahme der Stadt zum Prüfbericht des Kreises als Tagesordnungspunkt wieder einkassiert. Nach OHA-Informationen war nicht allen Ausschussmitgliedern die wichtige Sitzungsvorlage entweder gar nicht oder nicht rechtzeitig aus der Verwaltung zugegangen. Zur Erinnerung: Bürgermeister Paustian wollte die Stellungnahme bereits am 31. August
in einer Sondersitzung der Ratsversammlung verabschieden. Und zuvor hätten noch die Fraktionen über das Papier beraten müssen.

Damit der Stadt nicht das gleiche widerfährt wie bei der Straßenreinigungssatzung, die viele Jahre nicht modifiziert wurde, werden bis zum Jahresende die Fremdenverkehrs- und auch die Kurabgabe auf den Prüfstand gestellt. „Dazu muss die Stadtverwaltung allerdings 3000 bis 5000 Euro für eine Fremdberatung ausgeben“, sagte Jens Paustian. Zuvor müssen aber neuen Parameter festgezurrt werden. Sollen die Abgaben nach der Zahl der Gäste oder des Umsatzes berechnet werden?

Wenn man die Kurabgabe von derzeit einem Euro am Tag pro Gast erhöhen wolle, dann müsse man auch mehr als bisher bieten, erinnerte Oliver Hagen. Thorsten Pfau (SPD) ärgerte sich darüber, dass immer mehr Kalkulationsleistungen von der Stadtverwaltung fremd vergeben würden. Das müsse auch bezahlt und zuvor in den Haushalt eingestellt werden.

Carsten Gampert beklagte sich in der Einwohnerfragestunde aus touristischer Sicht und der Willkommenskultur in Plön über den schlechten Zustand des Vordaches am Bahnhof. Ein „DB-Lappen“ wehe auf dem Vorplatz als Fahne im Wind, die Infosäule sei umwachsen und nur schwer einsehbar, Hotspots fürs Internet gebe es immer noch nicht. Gampert regte erneut eine elektrische Litfaßsäule sowie mit Blick auf Malente und Eutin mehr Blumenschmuck an. So müssten auch in Scharbeutz Flyer aus Plön liegen, damit auch von dort Gäste nach Plön kommen. Dr. Henning Höppner fügte an, dass die langwierigen Bauarbeiten an der B 76 in Eutin die Urlauber von einer Tour nach Plön abgehalten haben.

Beim Vordach des Bahnhofes gibt es nach Auskunft von Bürgermeister Jens Paustian aktuell ein statisches Problem. Dafür müsse Geld in den Nachtrag einfließen. Gerd Weber (Grüne) lud Carsten Gampert zur nächsten Sitzung des Arbeitskreises Tourismus in Plön ein, um seine Anregungen dort zu besprechen.  

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erstellt am 01.Sep.2015 | 11:03 Uhr

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