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Versteigerung bringt 1285 Euro in die Stadtkasse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 00:58 Uhr

Wo sonst getanzt wird, wurde am Samstag geboten: Zahlreiche Fundsachen, darunter Digitalkameras, Mützen, Schals, Jacken, Turnbeutel und 32 Fahrräder kamen unter den Hammer des Vollstreckungsbeamten Martin Picht.

Mit gewohntem Spaß am Hochsteigern und ganzem Körpereinsatz sorgte Picht dafür, dass letztlich alle zufrieden waren – Kunden und städtische Mitarbeiter. Gleich zu Beginn zögerte Picht nicht lange und schlüpfte in eine eher teure „Fledermaus-Jacke“, ein modisches Kleidungsstück für Sie – ersteigert durch ihn: Willi Koch, ein weißhaariger Stuttgarter. Warum? „Weil ich mit 70 Jahren auch nochmal so ein geiles Teil tragen wollte“, scherzte er. Der Stuttgarter war eher zufällig bei der Versteigerung gelandet, sein Hauptjob am Wochenende sei die Kinderanimation mit Seifenblasen und Ballon-Tieren für die Kinder auf dem Marktplatz beim Blues-Fest. „Ich bin echt glücklich, dass ich hier her gekommen bin“, sagte er und meinte damit den Besuch der Stadt Eutin. Das habe der Zufall ergeben: „Auf meiner viermonatigen Asien-Rundreise habe ich zwei nette Frauen aus Eutin kennengelernt, die sagten: ‚Wenn ich nach Eutin komme, dann aber zum Blues-Fest‘. Und es ist wirklich echt großartig.“

Auch hochwertiger Schmuck wie beispielsweise eine Skagen-Armbanduhr, Neupreis etwa 100 Euro, wechselte den Besitzer in den Schlossterrassen für nicht einmal ein Zehntel.

Zahlreiche Einzelteile und auch die Räder, so mutmaßen die Damen vom Fundbüro, sind bei der Landesgartenschau verloren gegangen, ebenso die Digitalkameras. „Dass die Besitzer sich da nicht gemeldet haben, hat uns auch gewundert“, sagte Christiane Boljun von der Stadt. Am Ende des Tages – es dauerte fast drei Stunden alles unter den Hammer zu bringen, waren sie und der Kollege zufrieden. 1285 Euro wurden eingenommen. Was passiert mit dem Geld? „Das bleibt in der Stadtkasse, wir haben ja auch Aufwand mit den Fundsachen im Vorwege.“ Der Betrag sei so gut, wie lange nicht, aber es wurde ja auch mehr verloren.

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