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Versteigerung brachte 524 Euro für die Stadtkasse

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2014 | 05:49 Uhr

25 Fahrräder, zehn Handys, unzählige Rucksäcke sowie Taschen und ein paar Schmuckstücke fanden bei der Fundsachenversteigerung am Sonnabend einen neuen Besitzer. Auktionator Martin Picht, sonst Vollstreckungsbeamter bei der Stadt, sprang spontan für den erkrankten Norbert Hantel ein. Im Unterhaltungswert stand Picht ihm aber in nichts nach.

Mit „Kiek di dat mol an“ versuchte er, Unentschlossene zum Bieten zu bewegen. Viele, die eigentlich nur als Zuschauer gekommen waren, nahmen etwas mit nach Hause. Ob einen Rucksack fürs Patenkind, wie Sven Maasch aus Ahrensbök, eine Digitalkamera wie dessen Freund Elmar Hetterich oder ein Fahrrad für die Frau, „um endlich gemeinsame Touren machen zu können“ (Heiko Rauter) – wer gesucht und gewonnen hatte, war glücklich.

Fürs Leben gelernt hat Anja Leka. Sie wollte den Auktionator nur nett grüßen, was sofort als Gebot aufgefasst wurde. Sie hatte Glück: Eine Tasche, in der viele kleinere Taschen, ein pinker Kinderbadeanzug und ein muffiges Handtuch steckten, bekam sie notgedrungen für einen Euro. „Es hätte schlimmer kommen können“, nahm sie es mit Humor und fügte hinzu: „Auf einer Auktion winkt man auch einfach nicht.“

Woher kommen all die Gegenstände? Christiane Boljun organisierte die Versteigerung: „Das meiste kommt aus Bussen, wurde in Schulen oder Schwimmhalle vergessen. Manches kommt auch aus Krankenhäusern zu uns.“

Die Verwaltungsfachangestellte der Stadt wundert allerdings jedes Jahr wieder, dass nur so wenige Menschen nach ihren verlorenen Sachen fragen: „Die Masse macht es nicht. Vereinzelt kommen mal ein paar vorbei, die eine Bestätigung für die Versicherung brauchen.“ Nach eineinhalb Stunden war der Bieterspaß vorbei. Nicht alles kam unter den Hammer. Boljun und Picht waren dennoch zufrieden: „524 Euro, das ist okay.“

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