Versorgung nah am Wohnort

Wohnortnahe medizinische Versorgung auch für Schlaganfallpatienten / CDU-Politiker gegen Zentralisierung der Versorgung

von
15. Juli 2018, 12:24 Uhr

Das Leben in ländlichen Räumen soll auch in Zukunft attraktiv bleiben. Dabei ist eine wohnortnahe medizinische Versorgung von immenser Bedeutung. Aus diesem Grund hat der ostholsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens gemeinsam mit seiner Lübecker Kollegin und Gesundheitsexpertin Prof. Dr. Claudia Schmidtke die AMEOS-Schlaganfallversorgung in der Sana-Klinik in Oldenburg besucht und die aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen besprochen.

„Als Ärztin und Mitglied im Gesundheitsausschuss weiß Claudia Schmidtke sehr gut um die aktuellen Problemstellungen in unserem Gesundheitssystem“, sagte Gädechens. Beide Abgeordnete betonen, dass eine erstklassige medizinische Versorgung auf dem Land, gerade für die Union, höchste Priorität genießt. Dies gelte umso mehr, wenn es um eine zeitnahe Erreichbarkeit von spezialisierten Not-fallaufnahmen – wie hier bei Schlaganfallpatienten – geht. „Im Moment entwickelt sich bei den Kassen und abrechnenden Organisationen ein Trend, medizinische Leistungen für eine qualitativ bessere Versorgung zu zentralisieren“, erklärt Gädechens. Im Gespräch mit den Abgeordneten berichteten die AMEOS-Vertreter, dass die Entwicklungen im Gesundheitssektor eine Aufrechterhaltung der Schlaganfallversorgung in Oldenburg zunehmend problematisch machen. Gerade bei Betrachtung der besonderen Problematik in den Sommermonaten, in denen sich die Einwohnerzahl durch die vielen Gäste vervielfacht, gerate die Notfallversorgung an ihre Grenzen. Dabei sei eine zeitnahe medizinische Versorgung bei Schlaganfallpatienten elementar. Gäbe es AMEOS Einrichtung in Oldenburg nicht mehr, müssten Schlaganfallpatienten direkt bis nach Lübeck in das UKSH gefahren werden, wobei die lange Transportzeit aus medizinischer Sicht ein erhebliches Problem darstelle.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen