Kreis Plön : Verpackungshalle von Gutshof-Ei abgebrannt

Enorme Hitzeentwicklung: Der Brand in der Halle von Gutshof-Ei konnte nur von außen bekämpft werden.

Enorme Hitzeentwicklung: Der Brand in der Halle von Gutshof-Ei konnte nur von außen bekämpft werden.

Bis zu 200 Feuerwehrmänner waren im Einsatz, um den Großbrand zu löschen.

shz.de von
18. September 2017, 18:43 Uhr

Kletkamp | Um 14 Uhr lief bei der Feuerwehr am Montag der Alarm auf: Feuer bei Gutshof-Ei in Kletkamp im Kreis Plön. Als die ersten Einsatzkräfte wenig später vor Ort eintrafen, wurde ihnen schnell das Ausmaß des Brandes deutlich. Die Verpackungsanlage des Eierbetriebes brannte in voller Ausdehnung.

Nach Angaben der Einsatzleitung wurden nach und nach immer weitere Kräfte aus der Region alarmiert, da der Brand schwer unter Kontrolle zu bringen war. Hinzu kamen zum Teil extreme Probleme mit der Löschwasserversorgung. Ein kleinerer Teich in der Nähe des brennenden Gebäudes war schnell leer gepumpt. Deswegen war die Feuerwehr gezwungen, rund zwei Kilometer Schlauch zu zwei weiteren Teichen im Bereich des Gutes mit entsprechenden Zwischenpumpen zu legen. Aus Lütjenburg wurde auch der Leiterwagen der Region angefordert, um das Feuer von oben bekämpfen zu können.

Dennoch stieg bis zum späten Nachmittag eine dichte schwarze Rauchwolke bis weithin sichtbar in den Himmel. Gut drei Stunden nach der ersten Brandmeldung brannte die Verpackungshalle noch immer in voller Ausdehnung und drohte nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort, jeden Moment einzustürzen. Wegen der enormen Hitzeentwicklung konnte der Brand auch nur von außen bekämpft werden.

Laut Feuerwehrsprecher Rolf Bock, der sich vor Ort aufhielt, war der Löscheinsatz über die Drehleiter praktisch unmöglich, da auf dem Dach der Halle eine Photovoltaik-Anlage installiert war. Gegen 18 Uhr verlautete von Seiten der Einsatzleitung der Feuerwehr, dass der Brand wohl unter Kontrolle sei. Mittlerweile waren auch angeforderte Kräfte des THW vor Ort eingetroffen, die helfen sollten, die Wände des Gebäudes einzureißen, um so an weitere Brandnester im Inneren heran zu kommen.

Über die Brandursache selbst gibt es noch keine Angaben. Der Geschäftsführer von Gutshof-Ei, Hans Thomas Freiherr von Meerheimb, war zu keiner Stellungnahme bereit. Die Feuerwehr selbst stellte sich in jedem Fall auf eine lange Nacht ein.

Bis zum frühen Abend waren nach ihren Angaben bis zu 200 Mann vor Ort mit den Wehren aus Kalübbe-Blekendorf, Nessendorf, Kirchnüchel, Högsdorf, Gowens, Dannau, Helmsdorf, Lütjenburg, Engelau, Selent mit einem gesonderten Wagen mit zusätzlich zwi Kilometern Schlauch, sowie Rettungsdienste, Polizei und Kripo. Zudem wurde ein Versorgungstrupp des DRK erwartet, denn ein Ende des Einsatzes sei nicht abzusehen, sagte Feuerwehrsprecher Rolf Bock.

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