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Verkehrsberuhigung in Eutiner Innenstadt : Verkehrsstrategien bieten viel Zündstoff

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Anregungen für einen „freiraumplanerischen Architektenwettbewerb“ gesammelt

von
erstellt am 04.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Verkehrsberuhigung in der Innenstadt durch die Aufhebung von Einbahnstraßenregelungen und Parkverbote – diese kürzlich vom Verkehrsexperten Dr. Herbert Staadt geäußerten Ideen (wir berichteten) lieferte naturgemäß den meisten Diskussionsstoff bei einem Workshop, zu dem die Stadt Montagabend eingeladen hatte. Rund 60 Bürger, darunter Geschäftsleute und Kommunalpolitiker, sowie Experten stellten sich in den Schlossterrassen der Aufgabe, an der Vorbereitung eines „freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs mit verkehrsplanerischer Vertiefung“ mitzuwirken.

Städtebauliche und gestalterische Mängel in der Stadt, die sowohl im Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) als auch in Voruntersuchungen zur Verkehrssituation genannt worden waren, sollen mit Blick auf die Landesgartenschau durch eine Architektenwettbewerb aufgearbeitet werden. Anregungen und Bedenken aus der Bevölkerung für die Wettbewerbsvergaben sollten am Montag in den Schlossterrassen gesammelt werden.

Dabei galt es für die Bereiche vom Bahnhof über die westliche und östliche Peterstraße bis zum Markt sowie weiter über Königstraße, Rosengarten bis zur Plöner Straße mögliche Vorgaben zu formulieren.

Während die Arbeitsgruppen „Handel und Gastronomie im öffentlichen Raum“, „Grün- und Denkmalschutz/besondere Orte“ sowie „Markt- und Sonderveranstaltungen“ schnell Grundlagen erarbeiteten, wurde in der mit 33 Teilnehmern größten Runde zum Thema „Mobilität“ stellenweise sehr emotional und kontrovers diskutiert. Das lag nicht zuletzt an den Vorschlägen von Prof. Dr. Herbert Staadt.

„Zu diesem Thema gibt es erheblichen Diskussions- und Entscheidungsbedarf. Es muss weiter vertieft und mit der Politik besprochen werden“, resümierte Bauamtsleiter Bernd Rubelt in seiner Zusammenfassung. Gruppenübergreifend waren sich die Teilnehmer einig, dass beispielsweise die Barrierefreiheit sowie „eine vernünftige Präsentation der Waren- und Außengastronomie“ erfolgen müssten.

Die meisten gemeinsamen Schnittmengen hatten die Gruppen „Markt- und Sonderveranstaltungen“ sowie „Grün- und Denkmalschutz/ besondere Orte“. Eine Verlegung des Ehrenmals auf dem Markt gehörten dazu, außerdem der Wunsch nach einem attraktiven Brunnen und einer besseren Beleuchtung.

Der Wettbewerb solle europaweit ausgeschrieben werden, informierte der Moderator des Abends, Frank Schlegelmilch vom Planungsbüro Baumgart und Partner aus Bremen. Für das Verfahren sollen zwölf erfahrene Freiraum-Architekten in Zusammenarbeit mit Verkehrsplanern Entwürfe für den öffentlichen Raum zwischen dem Bahnhofsvorplatz bis zur Plöner Straße entwickeln. Das ausgeschriebene Preisgeld werde, je nach Platzierung, auf die Teilnehmer verteilt. Der
Vorteil eines Wettbewerbs sei, dass die Stadt statt ei-
nes Entwurfs zwölf Vorschläge nutzen könne, sagte Rubelt.

Am 16. Januar werden Vereine, Verbände und Institutionen ihre Meinungen für die Richtlinien formulieren. Im Februar soll eine europaweite Bekanntmachung erfolgen. Laut Planung wird die Bewerbungsphase bis Ende März laufen, bis Ende Juni die Bearbeitungszeit abgeschlossen sein, sodass im
Juli kommenden Jahres eine Jury ihre Entscheidung fällen soll.

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