Verkehrschaos in der Holstenstraße

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Kita, Schulen, Durchgangsverkehr – die Belastungen in der Holsten-, Plump-, Wilhelm- und Bismarckstraße haben zugenommen. Wie kann das Verkehrsproblem gelöst werden? Wäre ein Ringverkehr entlastend? Dies soll im nächsten Bauausschuss auf CDU-Antrag diskutiert werden.

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05. September 2018, 13:44 Uhr

Sie bringen ihre Kinder zur Kita oder zur Schule, nehmen die Abkürzung über den Kreisverkehr Riemannstraße zur Plumpstraße oder sie sind alt genug und brauchen als Schüler selbst einen der wenigen Parkplätze für ihren Wagen. Die Verkehrssituation am Hochkamp ist an Werktagen für alle Beteiligten eine Geduldsprobe. Mit Blick auf die bevorstehenden Baumaßnahmen im Rosengarten rechne die CDU mit einem zusätzlich erhöhtem Verkehrsaufkommen in den Straßen. Ein großes Problem schon jetzt: Es gibt zu wenig Parkraum – deshalb parken Kita-Eltern auf der Straße irgendwie vor dem Spatzennest in der Holstenstraße, um ihre Kinder zu bringen oder zu holen, gleiches ist vor den Schulen zu beobachten.

Die CDU-Fraktion will das Problem angehen, das Verkehrsproblem durch eine geänderte Verkehrsführung lösen. „Mangels vorhandener Übergänge wird die Straßenseite oftmals auch zwischen parkenden Fahrzeugen überquert. Dies führt nicht zuletzt für Kinder aufgrund ihrer Größe und der damit einhergehenden schlechten Sichtbarkeit für Autofahrer zu erheblichen Gefahren“, beschreibt der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Rachfahl.

Autofahrer müssen vor allem in der Holstenstraße Slalom fahren können, da in unterschiedlichen Abschnitten auf wechselnden Seiten das Parken erlaubt ist. „Wenn dann auch noch ein Laster hier durchfährt, ist es mit dem Verkehr ganz vorbei“, erzählt ein Anwohner. Autofahrer müssten gleichzeitig auf den entgegenkommenden motorisierten Verkehr, auf Radfahrer sowie auch auf die zwischen den Parklücken hervorkommenden Personen achten, so Rachfahl. Dazu kommen die Ausfahrten des Holstenwegs von der Kreisberufsschule, des Kreisgesundheitsamts sowie der Grundstückseigentümer. Wie unübersichtlich das Ausfahren sein kann, zeigt das Bild.

Ein Grund für das erhebliche Parkaufkommen sieht die CDU-Fraktion insbesondere in den fehlenden Parkplätzen für die Kreisberufsschule, des Johann-Heinrich-Voß-Gymnasiums und des Kreisgesundheitsamtes. In der Bismarckstraße ist aufgrund parkender Autos einseitig auch kein Begegnungsverkehr möglich, wenn nicht einer der beiden Verkehrsteilnehmer auf den teils schmalen Bürgersteig ausweiche, was wiederum zu Gefahren für die Fußgänger und jungen Radfahrer führe. Gerade mit Blick auf den Ausbau des Elisabeth-Krankenhauses sei zu befürchten, so Rachfahl, dass noch mehr Menschen die Bismarckstraße und die dortigen Parkplätze anfahren.

Die CDU-Fraktion will deshalb die Verwaltung per Antrag beauftragen, ein funktionierendes Verkehrs- und Parkkonzept zu entwickeln. Anlieger sowie öffentliche Einrichtungen sollen dabei nach Vorstellung der CDU mit einbezogen werden.

Eine Idee der Fraktion sei die Einrichtung von Einbahnstraßen. So könnte aus CDU-Sicht eine Einbahnstraße von der Wilhelmstraße in Richtung Bismarck-Straße zur Plumpstraße führen. Das Problems des motorisierten Begegnungsverkehr wäre damit gelöst, Fußgänger und Radfahrer müssten Autos auf Gehwegen nicht mehr ausweichen. „Eine noch weiter gehende denkbare Idee wäre die Errichtung einer ‚Ringzone‘, indem zusätzlich auch die Holstenstraße vom Kindergarten bis zur Kreisberufsschule zur Einbahnstraße für den motorisierten Verkehr umgewandelt wird“, schildert Rachfahl. Würde das Parken in der Holstenstraße auf nur einer Seite erlaubt, wäre das schon eine erste Möglichkeit, die Verkehrssituation übersichtlicher zu gestalten.

Außerdem regt die CDU langfristig eine Kooperation mit dem Kreis Ostholstein an, um für städtische und kreiseigene Einrichtungen genügend Parkraumflächen zu schaffen.

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