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Verhaltensregeln für Grünanlagen werden noch einmal überarbeitet

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 14.Dez.2016 | 13:25 Uhr

Früher ging es einfacher: Da reichten zehn Gebote als Handlungsanweisung für eine große Religionsgemeinschaft. Oder wer das Golfspiel mit seinen umfangreichen, detailverliebten Regeln kennt, wird kaum glauben, dass im ältesten Regelwerk aus dem Jahr 1744 nur 13 Vorgaben standen.

Sogar nur sieben Punkte lang ist der Entwurf einer Parkordnung, die künftig für die städtischen Grünanlagen gelten sollen. Und siehe da: Bei der Beratung dieses Regelwerks im Hauptausschuss am Dienstagabend entwickelte sich eine muntere Diskussion. Die einen sahen die knappen, hinter sieben Nummern gegliederten Hinweise als vollkommen ausreichend an, andere empfanden Bedarf, redaktionell nachzubessern.

So merkte Monika Obieray (Grüne) an, dass sie Hinweise für die Hundehalter als zu prominent empfinde – nämlich an erster Stelle stehend. Da solle doch besser das Positive stehen, also zum Beispiel der Hinweis, dass Radfahren zulässig sei, wobei die Radler aber Rücksicht auf die Fußgänger nehmen müssten.

Margret Möller (FDP) haderte mit dem Hinweis, dass Spielgeräte „für Kinder der jeweils örtlich angegebenen Altersklassen zugelassen“ seien: Das sollte doch noch einmal verständlicher formuliert werden. Eingehend wurde auch das Verhältnis zwischen Radlern und Fußgängern erörtert, bevor sich Eike Diller (Grüne) zu der sarkastischen Anmerkung hinreißen ließ, er wolle gerne nochmal zwei Millionen Euro für eine Verbreiterung der Promenade an der Stadtbucht beantragen, falls die für die gemeinsame Nutzung von Fußgängern und Radfahrern nicht ausreiche. Die Diskussion endete mit dem einstimmigen Beschluss, dass die vorgelegte Satzung von der Verwaltung noch einmal überarbeitet und in der nächsten Sitzung verabschiedet wird. Die Parkordnung soll für Stadtpark, Süduferpark und auch den Kleinen See gelten. Für den unter Denkmalschutz stehenden Schlossgarten gibt es eine Ordnung. Zur Frage, wie die Einhaltung der Regeln überwacht und Fehlverhalten geahndet wird, fiel noch keine Entscheidung. Angekündigt wurde unterdes eine Initiative für die Einrichtung von Freilaufflächen für Hunde, für die im Stadtgebiet generell Leinenzwang gilt.

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