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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 11:41 Uhr

Verhaltener Start des Kultursamstags

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nur rund 20 Besucher kamen zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe im Malenter Kurpark von Eric Schulz und Sascha Dobbert

Mops-Krimis, Musik und eine Mitmach-Lesung für Kinder: Den Auftakt der Reihe „Malenter Kultur-Samstag“ hatten die Organisatoren Eric Schulz (26) und Sascha Dobbert (28) mit Bedacht zusammengestellt und den Besuchern sozusagen den roten Teppich ausgerollt. Dass dennoch am Abend nur etwa 20 Zuhörer ins Haus des Kurgastes kamen, entmutigte die Event-Profis nicht.

Sie hatten weithin sichtbare Lichtakzente gesetzt, Kurparkeingang und Bäume mit bunten Strahlern illuminiert und den roten Läufer am Hintereingang des Hauses platziert. Sängerin Jenny Wehrend (29) aus Grebin, Gitarrist Henry Mücke (20, Hutzfeld) und die Hamburger Autorin Fritzi Sommer (alias Tina Wolf, ehemalige NDR-Moderatorin) eröffneten die Reihe. „Es muss nicht immer ein Schloss sein, damit man sich verzaubern lassen kann“, kommentierte Besucherin Tina Benz vom Gestüt Schierensee (Grebin) die Idee der neuen Reihe. „Das ist hier ein Kleinod durch den fantastischen Park mit besonderem Schick vergangener Zeit und guter Technik. Es ist schade, wenn die Leute das Angebot nicht annehmen, aber man soll nie aufgeben.“ Wegen des besonderen Themas waren Maren Buchholz und ihre Schwester Kirsten Buchholz von Bad Schwartau nach Malente gekommen. Maren Buchholz ist erklärter Mops-Fan und hat mehrere dieser Vierbeiner zu Hause. Zu dem besonderen Anlass trug sie eine Bluse mit Mops-Köpfen. „Meine Schwester sagt immer, ein Mops-Infekt ist nicht heilbar“, lachte die Tierarzthelferin und Kauffrau im Gesundheitswesen. Betriebswirtin Kirsten Buchholz bezeichnete die neue Reihe als interessante Idee. Die Leidenschaft für Möpse teilt sie nicht: „Zuhause habe ich Hunde, keine Möpse.“ Die Malenter müssten vielleicht erst wachgeküsst werden, meinte Tina Wolf. „Man muss es unterstützen, wenn Leute so etwas in die Wege leiten. Das nächste Mal lese ich aus anderen meiner Krimis ohne Möpse. Dann ist der Laden voll.“

Ganz privat saß Dietrich Busch vom Verein Freunde des Kurparks Malente im Publikum. „Ich freue mich darüber und bin gekommen, um die Idee zu unterstützen und die Daumen zu drücken. Ich hoffe, es wird angenommen, man darf sich nicht unterkriegen lassen. Es ist eine Bereicherung, denn Kultur muss ganz breit aufgestellt sein. Wir als Verein haben den klassischen Bereich abgedeckt, und wenn junge Leute für junge Leute ein Programm auf die Beine stellen, tut das Malente gut. Der rote Teppich sieht einladend aus.“

„Wir wollten etwas Besonderes bieten und dachten, mehr Leute kommen durch den Park“, erklärte Veranstaltungskaufmann Schulz („Wellenschlag-Events“) die Idee des roten Läufers. Eine Bilanz zog Hotelfachmann und DJ Dobbert („OH-Events“): „Wir werden hier nicht aufgeben und definitiv weitermachen. Das Programm bis Mai steht fest. Man hört viel ‚in Malente passiert ja nichts‘. Mehr als anbieten können wir nicht und hoffen, dass es funktioniert. 3000 Flyer und 150 Plakate: Mehr geht nicht. Das Konzept lässt sich jedoch auch komplett an einem anderen Ort umsetzen.“


Infos und Tickets im Internet: www.malenter-kultur-samstag.de





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