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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 23:00 Uhr

Vereine trotzen dem Bundesschnitt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Umstellung auf das neue europäische SEPA-Zahlverfahren verläuft in Ostholstein erheblich besser als als im Rest der Republik

Viele Unternehmen und Vereine im Kreis Ostholstein schwimmen gegen den Trend – im positiven Sinne, was die Umstellung auf SEPA betrifft. Das neue europäische Zahlungsverfahren für Überweisungen und Lastschriften tritt am 1. Februar 2014 in Kraft. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank haben bundesweit erst rund 20 Prozent der Vereine auf SEPA umgerüstet. In Ostholstein sieht die Lage dagegen deutlich weniger besorgniserregend aus.

„Wir merken ganz erheblich, dass sich die Vereine
und die Unternehmen nun mit der SEPA-Umstellung befassen“, sagte Matthias Stoll, Electronic-Banking-Berater der Eutiner Volksbank. In den vergangenen Monaten haben vor allem die Vereine „endlich die Notwendigkeit dazu erkannt“. Dies habe sich auch in den Informations-Veranstaltungen widergespiegelt. Stoll: „Alle vier Schulungen für Vereine waren komplett ausgebucht und auch die Veranstaltungen für Unternehmen waren durchweg gut besucht.“

Ähnlich bewertet Rolf
Röhling, Pressesprecher des Kreissportverbandes Ostholstein, die Lage. „Die Sportvereine sind sehr gut gewappnet, alle wurden von unserem Verband informiert, es gab Schulungen und Rundschreiben der Sparkasse.“ Letzteres bestätigt Björn Lüth, Pressesprecher der Sparkasse Holstein. „Wir haben nach den Sommerferien bereits zum zweiten Mal fast alle Vereine und Unternehmen angeschrieben und um Rückmeldung gebeten, wie weit sie mit der SEPA-Umstellung vorangekommen sind.“ Dieser Aufforderung seien allerdings nur sehr wenige gefolgt. „Aus Gesprächen weiß ich von einigen sehr kleinen Vereinen, dass sie die SEPA–Umstellung nicht wollen, sodass ihre Mitglieder ab Februar Beiträge selber überweisen müssen.“

Ihr Zahlungssystem umgestellt hat bereits die Stadt Eutin. Die Überweisungsträger bei Bußgeldbescheiden seien seit geraumer Zeit auf SEPA umgestellt, berichtete Kämmerer Andreas Lietzke. „Unsere Mitarbeiter sind geschult und das System bis auf wenige Details an SEPA angepasst – wir sind vorbereitet.“ So sieht es auch beim Schützenverein Malente aus. „Seit einem halben Jahr beschäftigen wir uns mit der Umstellung auf SEPA und wir sind überzeugt, dass es klappt“, konstatierte Schatzmeister Karl-Heinz Speth. Auch das Eutiner Kaufhaus LMK sieht nach Angaben von Buchhalterin Manuela Ohrt der Umstellung „ganz entspannt“ entgegen.

Anders als Unternehmen und Vereinen können Privatpersonen bis zum 31. Januar 2016 Überweisungen nach dem bekannten Prinzip mit Kontonummer und Bankleitzahl tätigen. „Um die Kunden bis zu dem Stichtag an SEPA zu gewöhnen, empfehlen wir Überweisungen mit dem neuen Verfahren und helfen dabei gern“, sagte Volksbank-Berater Stoll. Zudem bietet das Kreditinstitut von Montag, 23. September, bis 30. November, je rund eine Woche lang in den Filialen in Eutin und Umgebung einen Info-Stand an. Die Sparkasse Holstein dagegen bietet am Dienstag, 1. Oktober, eine weitere Schulung für Vereine an.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 00:34 Uhr

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