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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 12:05 Uhr

Eutin : Verdruss am Rosengarten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stadt versagte Genehmigung für Straßensperrung zum Bauernmarkt. Geschäftsleute verärgert über Absage.

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 13:35 Uhr

Für die meisten der zahlreichen Besucher war der Bauernmarkt der Wirtschaftsvereinigung Eutin in der Innenstadt wieder ein echtes Sonntagsvergnügen. Ganz anders die Stimmung bei Geschäftsleuten am Rosengarten: „Wir sind mehr als enttäuscht, dass die Stadt es uns verwehrt hat, auf unserer Straße auch Stände zum Bauernmarkt zu präsentieren“, empörte sich Optikerin Karen Langowsky.

Entgegen den Ankündigungen der Werbegemeinschaft und der Praxis vergangener Jahre war der Rosengarten am Sonntag nicht für den Verkehr gesperrt. Die Genehmigung hatte die Stadt zwar schon im August verwehrt, doch die Werbegemeinschaft hatte bis zuletzt auf ein Umdenken im Rathaus gehofft.

„Wir hatten eine Liste mit 25 privaten Ausstellern eingereicht, auch ein historischer Traktor mit Anhänger für Rundfahrten mit Kindern war organisiert. Man denkt doch nicht daran, dass die das plötzlich alles vom Tisch hauen“, zeigte sich Langowsky verständnislos über eine mangelnde Kooperation der Ordnungsbehörde.

Deren Leiterin Julia Lunau sieht die Sache ganz anders. So sei schon im August entschieden worden, die von der WVE auch für den Rosengarten mit beantragte Straßensperrung nicht zu genehmigen. Denn im Vorjahr seien dort allenfalls drei Stände aufgebaut gewesen, zu wenig, um die mit einer Sperrung verbundenen Probleme bei der Verkehrslenkung zu rechtfertigen.

Dies sei dann der Rosengarten-Vertreterin, die Mitte September selber im Rathaus vorstellig geworden seien, auch eingehend erläutert worden. Der gebührenpflichtige Antrag auf Sondernutzung städtischer Verkehrsflächen (Kostenpunkt 500 Euro) sei nicht gestellt worden – und selbst wenn, wäre er nicht mehr innerhalb einer Woche zu bescheiden gewesen. Lunau: „Für eine Marktfestsetzung sind von der Polizei bis zum Landesamt für Gesundheitswesen mehrere Behörden zu beteiligen. Man muss sich an Spielregeln halten.“

Arend Knoop, der seit Jahren für die WVE den Bauernmarkt organisiert, bedauerte die Entwicklung. Es hätte aber noch kurzfristig die Möglichkeit gegeben, die für den Rosengarten geplanten Stände auf dem von der WVE genutzten Gelände mit unterzubringen, beispielsweise in der Königstraße. „Wenn die an uns herantreten, freuen wir uns doch, wenn wir den Bauernmarkt richtig voll bekommen“, sagte er.

Enttäuscht ist auch Kirsten Adenile, die am Rosengarten wieder afrikanisches Kunsthandwerk verkaufen wollte. „Die Behauptung, dass in den Vorjahren kaum Stände da waren, ist schlichtweg falsch. Viele der Aussteller sind seit vier Jahren dabei würden kaum jedes Jahr wiederkommen, wenn dem so wäre. Alle sind von der Vorgehensweise der Stadt sehr enttäuscht, sowohl vom Umgang mit den Geschäftsinhabern am Rosengarten als auch persönlich. Schließlich hält man sich den Termin frei, und gerade die Hobbykünstler haben wochenlang vorgearbeitet. Hoffen wir, dass wir nächstes Jahr dabei sein können, und das Ganze nicht wieder an Behördenwillkür scheitert.“

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