zur Navigation springen

Verband Wohneigentum: Kritik an zu viel Geld in der Kasse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hat der Kreisverband Wohneigentum, der aus dem Siedlerbund hervorgegangen ist, zu viel Geld auf dem Konto? Diese Frage bewegte 71 Delegierte aus 35 Ortsverbänden am Sonnabend in der Hauptversammlung im Hotel „Stadt Kiel“.

Nachdem Kassenwart Erik Stock in seinem Bericht von einem soliden Fundament des Kreisverbandes gesprochen hatte, kritisierten Delegierte, dass ein Vermögen von über 50  000 Euro die Gemeinnützigkeit gefährde. Stock rechtfertigte die Höhe der Rücklagen damit, dass zu viele Siedlergemeinschaften ihnen zustehenden Beihilfen für Aktionen und Aktivitäten nicht in Anspruch nähmen. Es müsse aber gewährleistet sein, dass diese jederzeit verfügbar seien. Resultat dieser Diskussion waren sieben Nein-Stimmen bei der Entlastung des Vorstands.

Der Kreisvorsitzende Bernd Heuer, der auch Landesvorsitzender ist, berichtete von einer erfreulichen Entwicklung: Der Rückgang der Mitgliederzahlen sei fast gestoppt. Intensive Werbung bleibe notwendig. Aus diesem Grund beschloss der Kreisverband, Mitgliederwerbung rückwirkend zum
1. Januar 2017 mit zehn Euro zu belohnen – zusätzlich zu fünf Euro vom Landesverband. „Damit sind wir im Land einzigartig“, sagte Heuer.

Bedauerlich sei, dass immer weniger Siedlergemeinschaften Interesse an einem Besuch des Kreisvorstandes hätten. Er bat die Delegierten, das sinnvolle Angebot eines Informations- und Gedankenaustausches vor Ort in ihre Gemeinschaften mitzunehmen.

Bislang hätten alle Stellen besetzt werden können, aber die Gewinnung neuer Aktiver sei schwieriger geworden. Bei der Vorbereitung von Vorstandswahlen bot Heuer den Gemeinschaften ebenfalls Hilfe an, sofern diese rechtzeitig mit dem Kreisverband Kontakt aufnähmen. „Ich möchte und kann Sie nicht aus der Verantwortung entlassen, frühzeitig in den Vorständen für eventuelle Nachfolgeregelungen zu sorgen“, mahnte der Vorsitzende.

Zwei langjährige Vorstandsmitglieder wurden nach insgesamt 38 Jahren Vorstandsarbeit verabschiedet: Egon Schönhoff war seit 1995 im Vorstand der Siedlergemeinschaft (SG) Kasbern Rehm in Neustadt tätig, Helmut Wieske seit 1983 in
der SG Landkirchen. Heidi Adams berichtete über die Frauenarbeit in den Gemeinschaften, der 2. stellvertretende Neustädter Bürgermeister Volker Weber schloss seinen Blick in Neustädter Siedlungsgestaltung mit einem plattdeutschen Gedicht ab.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Apr.2017 | 11:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen