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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 06:51 Uhr

Veränderung belebt Eutin

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2015 | 12:17 Uhr

Ich bin keine gebürtige Eutinerin – aber ich mag dieses beschauliche Städtchen trotzdem. Doch hin und wieder lassen mich Aussagen einiger Bewohner an ihrem bekundeten Willen zweifeln, für die Rosenstadt „nur das Beste“ zu wollen. „Wir müssen moderner werden, junge Familien locken und attraktiv fürs Alter bleiben“ – das sind Herausforderungen, die Politik und Verwaltung gemeinsam mit den Eutinern meistern wollen.

Um voran zu kommen, muss etwas verändert werden. Aber sobald ein Vorschlag entworfen ist, wird das Haar in der Suppe gesucht, weshalb es genau so gerade nicht geht. Kritik ist berechtigt, wenn geschlampt wurde, wenn Geld verschwendet wird, wenn Dinge nicht zu Ende gedacht sind. Die Lösung für viele Probleme in dieser Stadt lautet: Kompromissbereitschaft. Eutin braucht die Stadtsanierung, um nicht wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen, Eutin braucht die Erneuerung, um wieder für die Jungen attraktiv zu werden.

Dafür braucht Eutin auch die Landesgartenschau. Sicher, das Projekt erscheint riesig, für so ein kleines Städtchen. Doch, und hier gebrauche ich gern die Worte der derzeit verantwortlichen Verwaltungs- und LGS-Spitze: „Wenn wir alle mitmachen und die LGS wollen, dann wird sie gelingen.“

Unter diesen Voraussetzungen ist es einfach ein Unding, dass immer wieder das Motto „alles muss besser werden, aber nichts darf sich verändern“ auf Infoveranstaltungen spürbar ist. Es wird sich über Sperrungen echauffiert, die notwendig sind, wenn gebaut und verändert werden soll. Auch ich bin betroffen, aber ich nehme das in Kauf, in der Hoffnung, danach wird alles, wie propagiert – nämlich besser. Und da ist es, mit Verlaub, auch ein Unding, sich über gefällte Bäume im Seepark aufzuregen und Neupflanzungen an der Promenade der Stadtbucht als störend für den heimischen Seeblick zu empfinden. „Jeder ist sich selbst der nächste“, bewertete eine Dame ganz treffend diese Einstellung. Dabei wurden diese Bäume extra als „langsam wachsend“ ausgesucht –  passend für Eutin.

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