Vakanz bei Tourist-Info: Eutins Lichtergarten fällt aus

Lichteffekte waren Hauptbestandteil der dreitägigen Veranstaltung, zu der rund 4500 Besucher kamen.
Lichteffekte waren Hauptbestandteil der dreitägigen Veranstaltung, zu der rund 4500 Besucher kamen.

shz.de von
21. Juli 2018, 00:16 Uhr

Der Lichtergarten rund ums Eutiner Schloss fällt in diesem Jahr aus, teilte Per Köster, Chef der Eutin GmbH, gestern mit: „Ich bedaure dies sehr, sehe jedoch insbesondere vor dem Hintergrund eines gegebenenfalls nicht nahtlosen Geschäftsführungs-Überganges und der nahenden Vorbereitungen für die Saison 2019 keine andere Möglichkeit.“ Kosten seien noch nicht entstanden.

Es scheint das Los der späten Klärung: Die Vertragsverlängerung für den Chef der Eutin GmbH Köster stand erst in der letztmöglichen Sitzung des Hauptausschusses vor der Sommerpause auf dem Programm (wir berichteten). Die Frist seines Fünf-Jahres-Vertrages war seit Jahren bekannt.

Vielleicht waren sich Verwaltung und Selbstverwaltung zu sicher, kalkulierten eine Absage und das dann notwendige Kümmern um einen Nachfolger gar nicht mit ein. Ein Fehler, wie sich nun zeigt, denn das Angebot einer beruflichen Sicherheit von drei Jahren konnte mit einer unbefristeten Festeinstellung nicht mithalten. Per Köster (49) gab Mittwoch offiziell bekannt, dass er ab November beim Unternehmen „Die Ostholsteiner“ anfängt.

Die Absage des Lichtergartens, der im letzten Jahr von 4500 Gästen besucht wurde, bezeichnet Köster nun als einen der Kollateralschäden, die sich aus der späten Auseinandersetzung mit seiner Personalie ergeben. Ein weiterer könnte „Vielerley Feierey“ betreffen. Ob es die für nächstes Jahr eigentlich geplante Veranstaltung am zweiten Wochenende im September geben wird, die Köster zuletzt gemeinsam mit Kay Kaufmann organisiert hat, ist ungewiss. „Das hängt wohl auch davon ab, wie schnell Verwaltung und Politik die Stelle ausgeschrieben und besetzt bekommen.“ Die Planungen für das Fest beginnen eigentlich im Januar, so Köster.

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