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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 06:08 Uhr

Uwe Potz neuer CDU-Fraktionschef

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malente: Hans-Werner Salomon zieht mit seinem Rückzug die Konsequenzen aus seiner Niederlage im Kampf um das Bürgermeisteramt

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2016 | 18:51 Uhr

Die überraschende Nachricht hatte sich Hans-Werner Salomon (CDU) gestern für den Tagesordnungspunkt „Vermischtes“ der Hauptausschusssitzung aufgespart. Da verkündete der Ausschussvorsitzende in knappen Worten den Rückzug vom Vorsitz seiner Fraktion. „Mit Wirkung zum 7. Juni um 15 Uhr bin ich zurückgetreten“, erklärte der 60-Jährige. Uwe Potz sei sein Nachfolger. Auf ihn hatte sich die CDU-Fraktion bei ihrer Sitzung am Montagabend einstimmig festgelegt.

Es blieb nicht die einzige Personalie. Auch Klaus Schützler hat den stellvertretenden Fraktionsvorsitz abgegeben. Das Amt übernimmt Gudrun Förster aus Krummsee.

Mit seinem Rückzug zieht Salomon die Konsequenzen aus seiner Niederlage im Kampf um das Malenter Bürgermeisteramt. Mit lediglich 12,8 Prozent der Stimmen bildete er vor anderthalb Wochen das Schlusslicht im Quartett der Bewerber, obwohl seine CDU immer noch als stärkste Partei in Malente gilt. Salomon hatte das Amt des Fraktionschefs nach der Kommunalwahl im Mai 2013 übernommen.

Potz war in der Baubranche als Geschäftsführer tätig und ist mittlerweile im Ruhestand. Der 65-Jährige ist seit Mai 2013 Gemeindevertreter und hatte sich bereits als Mitglied des Planungs- und des Tourismusausschusses einen Namen gemacht. Dort gehört er zu denjenigen, die sich, etwa im Streit um die touristische Vermarktung Malentes, mit Dagmar Nöh-Schüren auseinandersetzte.

Die ehemalige Grünen-Fraktionschefin Nöh-Schüren hatte Ende vergangener Woche durch ihre Entscheidung, mit Karin Janusch die neue Fraktion „Bürger-innen für Malente“ zu gründen, für einen Paukenschlag gesorgt. Dadurch wird jetzt bei der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 16. Juni, die Neubesetzung aller acht Ausschüsse notwendig.

Da die Gemeinde ohnehin unter dem Druck des Kreises steht, die Zahl ihrer Ausschüsse zu reduzieren, schlug Salomon gestern im Hauptausschuss vor, dies gleich in einem Aufwasch mit der Neubesetzung vorzunehmen. „Die Frage ist, schaffen wir es innerhalb von 14 Tagen, diese Thematik, die wir uns eigentlich erst für die Kommunalwahl 2018 vorgenommen haben, als Gesamtpaket zu schnüren“, erklärte Salomon. Er schlug eine Reduzierung auf fünf oder nur noch vier Ausschüsse vor.

Bei Bürgermeister Michael Koch stieß der Vorschlag zwar auf Zustimmung. Doch sowohl SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning als auch FDP-Fraktionschef Wilfred Knop wollen sich mehr Zeit nehmen. Knop wies außerdem darauf hin, dass wahrscheinlich auch die Zahl der Ausschussmitglieder von derzeit neun auf elf steigen müsse, damit jeder, der es wolle, einen Ausschusssitz erhalte.

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