Ursache für Loch in der Straße geklärt

Die Wurzel allen Übels: Eine 20 Zentimeter dicke Schmutzwasserleitung war in über zwei Metern Tiefe gebrochen und hatte vermutlich über längere Zeit schon Erdreich ausgespült.
Die Wurzel allen Übels: Eine 20 Zentimeter dicke Schmutzwasserleitung war in über zwei Metern Tiefe gebrochen und hatte vermutlich über längere Zeit schon Erdreich ausgespült.

Riss in Schmutzwasserrohr führte zu Absackungen in der Fahrbahnmitte der L 57

shz.de von
19. Juli 2018, 12:25 Uhr

So schnell wie die Landesstraße 57 im Verlauf der Eutiner Straße am Mittwoch gesperrt wurde, so schnell war sie auch wieder passierbar. Gestern rollte der Verkehr schon seit den frühen Morgenstunden wieder über das provisorisch verschlossene Loch. Zuvor war ein in über zwei Metern Tiefe verlegtes Schmutzwasserrohr mit einem gut 50 Zentimeter langen Riss als Ursache der Absackungen in der Fahrbahnmitte ausgemacht worden. Die Polizei hatten den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) über das Loch im Asphalt informiert, das Anwohnern schon Tage zuvor aufgefallen war (wir berichteten). Der Schaden am Rohr dürfte schon länger vorhanden sein, so die Vermutungen der Fachleute vor Ort. Die Hitze und Trockenheit haben den Schaden dann ans Licht gebracht. Der an der Stelle gewöhnlich hohe Grundwasserspiegel war gefallen und die Fahrbahndecke bei anhaltender Wärme aufgeweicht. „Jeder Überfahrt gibt einen Schlag, und irgendwann bricht die Decke dann auf.“, lautete die Erklärung der Männer vor Ort. Die warteten zunächst auf das vom Zweckverband Ostholstein (ZVO) beauftragte Tiefbauunternehmen, deren Mitarbeiter das schadhafte Stück der 20 Zentimeter dicken Leitung austauschten. Zuvor hatte der ZVO die Pumpstation abgeschaltet, damit „im Trockenen“ gearbeitet werden konnte. Etwas länger dauerte es, bis die Muffen zum Einbau des Ersatzstückes geliefert worden waren. Nach erfolgreicher Reparatur und bei einsetzender Dunkelheit wurde um 22.30 Uhr mit dem Verfüllen begonnen und die Straße noch vor 8 Uhr zunächst wieder freigegeben. Die Asphaltierung der Schadstelle erfolgte gestern am Tage bei halbseitiger Sperrung, die vom ZVO auch für eine Untersuchung des Leitungsabschnittes auf weitere Schäden mittels Kamera genutzt wurde.

Neben negativen Begleiterscheinungen wie rücksichtlosen Autofahrern, die trotz Absperrung die Baustelle über den benutzten Fußweg umfuhren, gibt es auch Positives zu melden. Anwohner versorgten die Bauarbeiter mit Kaffee und stellten Stühle vor die Tür, um die unvermeidbaren Wartezeiten zu überbrücken.

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