Urlaubsbranche startet elanvoll in den Sommer

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20. Juni 2014, 17:23 Uhr

Mit kräftigem Rückenwind aus den ersten vier Monaten des Jahres steuert die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein in die Sommersaison. Von Januar bis April reisten laut Statistikamt 1,41 Millionen Gäste in das Land zwischen den Meeren, das ist ein Plus von 13,6 Prozent im vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Übernachtungen stieg um 12,8 Prozent auf 4,89 Millionen. Der kräftige Zuwachs ist vor allem dem April mit einem Gäste-Plus von 32, 6 Prozent auf 562 000 zu verdanken, in den die kompletten Osterferien fielen. Bei den Übernachtungen gab es sogar einen Zuwachs um 40,6 Prozent auf fast 2,1 Millionen. In die Erhebung wurden 3800 Beherbergungsstätten mit jeweils mindestens zehn Betten einbezogen.

Die positiven Zahlen bestätigen die Vermarkter vor Ort. „Im April war sehr viel mehr los als vor einem Jahr, bei den Übernachtungen und den Tagesgästen“, sagt Swen Westphal von der Timmendorfer Strand und Niendorf Tourismus GmbH. Auch der Mai und Juni seien an der Lübecker Bucht deutlich besser gebucht als im Vorjahr.

Grit Wenzel, Chefvermarkterin der Hohwachter Bucht, ist mit dem Tourismusjahr 2014 mehr als zufrieden: „Tolles Wetter, auch zu den Feiertagen im Mai, dazu noch das Bundesseniorensportfest haben bisher zu bestens gebuchten Quartieren geführt, auch für die kommenden Monate sieht es sehr gut aus.“

„Das ist ein glänzender Start in das Sommerhalbjahr und belegt, dass die hochgesteckten Ziele unserer neuen Tourismusstrategie erreichbar sind.“ So kommentierte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die gestern präsentierten Zahlen. Die Ziele lauten, in zehn Jahren 30 Millionen Übernachtungen und ein Umsatzplus von 30 Prozent zu erreichen. Zudem soll im Länder-Ranking der Gästezufriedenheit der Sprung von dem derzeit siebten auf den dritten Platz gelingen.

Trotz der guten Zahlen gibt es laut Meyer noch ungenutzte Nachfragepotenziale, die durch eine neue Image-Kampagne ausgeschöpft werden sollen. Am 1. Juli will der Minister in Neumünster den Startschuss für die neue Strategie geben. Bei der OHT-Mitgliedertagung in Hasselburg hieß es, dass die öffentliche Hand mit Investitionen vorangehen müsse, damit die Privatwirtschaft nachziehen könne.

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