Unverhoffte Titelchancen

Der Schützenverein Malente hat in der Luftgewehr-Verbandsliga nach dem Patzer des SV Roland Bad Bramstedt in der Besetzung Nadja Koltrowitz, Tim Gruthoff, Carina Casten, Niklas Woisin und Christian Hirsch (von links) Chancen auf den Meistertitel.
Der Schützenverein Malente hat in der Luftgewehr-Verbandsliga nach dem Patzer des SV Roland Bad Bramstedt in der Besetzung Nadja Koltrowitz, Tim Gruthoff, Carina Casten, Niklas Woisin und Christian Hirsch (von links) Chancen auf den Meistertitel.

Schützenverein Malente profitiert in der Luftgewehr-Verbandsliga von einem Fehler des Spitzenreiters

shz.de von
09. Januar 2015, 15:29 Uhr

Für das Luftgewehrteam des Schützenvereins Malente tut sich nach dem vorletzten Wettkampftag in der Verbandsliga Schleswig-Holstein die Riesenchance auf, noch Meister zu werden. Dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer SV Roland Bad Bramstedt unterlief ein Aufstellungsfehler, statt eines Sieges gegen den SV Norderbrarup kam so nur ein 5:5 heraus, in der Tabelle schlägt dieser Fehler aber mit zwei Minuspunkten zu Buche.

Neben diesen beiden Fünferteams weisen jetzt vor dem Schlusstag am 1. Februar auch die SSG BooKuRiTra und der SV Malente 8:2 Zähler auf. Für die bisher erfolglosen Lübecker Sportschützen war Malente der „erwartet schwere und nicht zu schlagende Brocken“, sagte Karl-Heinz Blumtritt und schoss trotz starker Zahnschmerzen mit 378:386 gegen die 23-jährige Carina Casten die Bestleistung in seiner Mannschaft: „Am Schlusstag gegen Glasau-Sarau und die auch noch punktlose Ahrensburger SG müssen wir um den Klassenerhalt kämpfen.“

Bei den Malentern strahlte der 30 Jahre alte Student Christian Hirsch große Ruhe aus und zeigte dem erfahrenen Lübecker Sören Hochwald mit 387:368 Ringen, wie es geht. Sicher gewann der erst 17-jährige Niklas Woisin mit 381:370 gegen Michelle Franze, während Tim Gruthoff (30) es beim 373:368 gegen Thomas Randig schon schwerer hatte. Teambeste und damit Nummer eins beim nächsten Wettkampfwar durch 388:375 Ringe Nadja Koltrowitz (35).

Den erwartet klaren Wettkampfausgang für die Malenter verfolgte Trainer Ingolf Falkenberg, nach einer Hüftoperation stützte er sich auf zwei Gehhilfen. „Mein Team weiß, dass jetzt sogar noch Rang eins drin ist, die drei Mannschaften vor uns können sich noch gegenseitig die Punkte abnehmen.“ Die Malenter haben in der Tat mit den beiden Teams Ahrensburg und Glasau-Sarau in Lübeck das leichtere Schlussprogramm. Gleichzeitig warnt Falkenberg: „Im Schießsport kommt es oft auf die Tagesform an. Wir müssen noch ordentlich trainieren. Und natürlich auch Glück haben.“

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