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Plön : „Unteroffiziere sind Rückgrat und Kern der Marine“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Öffentliche Vereidigung und feierliches Gelöbnis von mehr als 400 Soldaten im Plöner Schlosspark. Der Bundestagsageordnete Bartels dankt und mahnt.

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erstellt am 20.Nov.2014 | 17:08 Uhr

Die Vereidigung von Soldaten, die länger dienen oder Berufssoldaten werden, ist bei der Marineunteroffiziersschule eine regelmäßig erfolgende Zeremonie. Das Gelöbnis für freiwillig Dienende ist seit Aussetzen der Wehrpflicht selten geworden. Eine mit einem Gelöbnis kombinierte Vereidigung gab es Donnerstagabend in Plön: 135 Maaten- und Bootsmannanwärter wurden vereidigt, 300 Rekruten legten feierlich das Gelöbnis ab.

Hunderte Schaulustige, vor allem Angehörige und Freunde der Soldaten, sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens waren dazu bei frühwinterlichen Temperaturen auf die Reitbahn im Schlosspark gekommen. Als Festredner dankte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsauschusses, Hans-Peter Bartels (SPD), den Frauen und Männern für ihren Einsatz zur Wahrung des Friedens. Frieden sei kein Zustand, der einmal erreicht werde und dann auf alle Zeit Bestand habe, vielmehr müsse man sich aktiv für ihn einsetzen. „Und hierzu leisten Sie durch Ihren Dienst in der Bundeswehr einen persönlichen Beitrag, auf den Sie heute Abend stolz sein können“, betonte Bartels.

In Anwesenheit auch vieler lokaler und regionaler Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter Bürgervorsteher Dirk Krüger und Bürgermeister Jens Paustian, hob Fregattenkapitän Christian Enghuber zunächst die historische Bedeutung des Standortes Plön für die bundesdeutsche Marine hervor. Vor allem die Marineunteroffiziersschule sei seit 54 Jahren die „Alma Mater der Unteroffiziere“, die wiederum das Rückgrat und den Kern der Bundesmarine bildeten.

Gleichzeitig mahnte er die Offiziersanwärter und Rekruten, die neue Verantwortung gewissenhaft wahrzunehmen. „Der Schutz unseres Vaterlandes vor Risiken und Bedrohungen liegt in der nächsten Zeit nun auch in Ihren Händen.“

Die besondere Rolle der knapp 430 Anwärter und Rekruten stellte auch Hans-Peter Bartels noch einmal heraus, als er die Tapferkeit betonte, mit der Soldaten ihre Furcht überwänden, „letzten Endes bis zum Einsatz des eigenen Lebens.“ Mit Blick auf die große Zahl von zivilen Zuschauern formulierte Bartels einen Appell an die breite Gesellschaft: Jeder könne jeden Tag etwas dafür tun, Recht und Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen. „Dazu gehört, dass man Unrecht bemerkt, wenn es geschieht. Und dass man widerspricht. Und nicht mitmacht. Und sich widersetzt.“

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