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Mensch des Jahres : Unternehmer mit großer sozialer Ader

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Arend Knoop ist für die Fußballer von Euitn 08, die Eutiner Festspiele und die WVE aktiv.

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erstellt am 07.Nov.2014 | 18:15 Uhr

Die Fußballer von Eutin 08 führen, obwohl gerade erst aufgestiegen, die Tabelle der Schleswig-Holstein-Liga an. Die Eutiner Festspiele stehen auf einer soliden Basis. Die Lichterstadt Eutin wird dieses Jahr mit einer kleinen Sensation aufwarten.

Mit diesen Nachrichten ist ein Name verbunden: Arend Knoop. Der 67-Jährige hat das 1983 in Langenhagen (Gemeinde Schönwalde) gegründete Autohaus am Bungsberg zu einem der größten Seat-Händler weltweit gemacht. Und sein unternehmerisches Geschick (heute sechs Autohäuser, rund 120 Angestellte) ist gepaart mit großem sozialen Engagement, das noch über Sport, Oper und Engagement bei der Wirtschaftsvereinigung Eutin hinaus geht.

„Es ist mir ein Gräuel, wenn ich Jugendliche sehe, die auf einer Parkbank sitzen, Alkohol trinken und Zigaretten rauchen. Ich gebe nicht den Jugendlichen die Schuld,“ sagt Knoop, der zu den Arbeitgebern gehört, die bei der Einstellung von Lehrlingen wenig auf Noten geben und sich von ihrer Menschenkenntnis leiten lassen. „Ich freue mich, wenn die jungen Leute Fußball spielen und nicht auf einer Bank sitzen.“

Im Gespräch fällt ein wichtiger Satz: „Ich kann nicht Nein sagen.“ Auch zum Verdruss seiner Frau, die häufiger mit ihm schimpft: „Musst Du das auch noch machen?“

Zum Erfolgsmotor für 08 wurde Knoop, als er von seinem Sohn Jan und dem Vorsitzenden um Hilfe bei der Organisation des traditionellen Hallenturniers im Januar 2013 gebeten wurde. Bis dahin hatte der Verein mit dieser Veranstaltung um die 700 Euro erlöst. Knoop: „Ich hab die Zuschauerzahlen aus den Vorjahren gesehen – und kann ja rechnen.“ Es blieben 3700 Euro für die Vereinskasse.

Als er gefragt wurde, ob er den Verein vor einem drohenden weiteren Abstieg bewahren könne, sagte Knoop Ja – unter der Bedingung, dass er nicht bei jedem Schritt den Vorstand fragen müsse. Gut ein Jahr später sind die 08-Fußballer zwei Mal aufgestiegen und ist der Sportplatz saniert. Knoop: „Wenn ich etwas mache, will ich auch Erfolg haben.“

Bei der Oper war es ähnlich: Als die Überbetriebliche Ausbildungsstätte (ÜAS) des Baugewerbes in Eutin 2013 für den Kulissenbau ausfiel, wurde Knoop um Hilfe gebeten. Da passte es, dass es eine kleine Baufirma gibt, die Knoops Frau gehört. Die Angestellten sind ein Elektro-Meister, ein Maler, ein Hausmeister und Arend Knoop selbst. Der wäre für sein Leben gern Tischler geworden. In dieser Firma frönt er dem Hobby, mit Holz zu arbeiten.

Ähnlich wie beim Fußball ist auch Knoops Engagement bei den Festspielen über den Kulissenbau hinaus gewachsen: Er ist dieses Jahr offiziell technischer Direktor geworden. Und er hat schon einen Strauß an Ideen, wie die Festspiele zur zusätzlichen Attraktion für die mit der Landesgartenschau werden können – zum Beispiel durch öffentliche Proben.

Die technische Organisation Lichterstadt, der jährliche Bauernmarkt, das Aufstellen des Maibaumes in Eutin: Machen alles Arend Knoop und sein Team. Und fast beiläufig fällt ein Kernsatz als Erklärung für sein außergewöhnliches Engagement: „Was ich über habe, möchte ich der Allgemeinheit zurückgeben.“

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