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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 22:48 Uhr

Unternehmer-Kritik an Hagedorns Linie

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verband forderte die SPD-Abgeordnete zur Unterstützung der Beltquerung auf

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Bettina Hagedorn ist als konsequente Gegnerin einer Festen Fehmarnbelt-Querung (FFBQ) bekannt. Jüngst hatte sie in der aktuellen Diskussion um Änderungen im Zeitplan der Dänen mit dem Verdacht geäußert, dass die dänische Regierung eine „geschönte Kostenkalkulation“ veröffentlicht habe.

In einem offenen Brief hat der Vorsitzende des Unternehmensverbandes Ostholstein-Plön, Werner Süß, die Linie Hagedorns kritisiert. „Es ist wenig hilfreich, wenn Sie sich als Abgeordnete des Deutschen Bundestages und damit als Vertreterin eines der Vertragspartner des Staatsvertrages zwischen dem Königreich Dänemark und der Bundesrepublik Deutschland öffentlich Gedanken über die Kosten für den dänischen Steuerzahler machen. Wir vertreten die Ansicht, dass wir Deutsche uns vielmehr Gedanken über eine ausreichende Finanzierung der vertraglich eingegangenen Verpflichtungen zum Bau einer Hinterlandanbindung im eigenen Land machen sollten“, schreibt Süß.

Bei ihrem Treffen hätten der dänische Verkehrsministers Heunicke und Bundesverkehrsminister Dobrindt erklärt, dass sie dieses Projekt nicht scheitern lassen wollten. Dem dänischen Folketing sei am 25. Februar das Baugesetz zur ersten Beratung vorgelegt worden.

Süß weiter: „Zielführend für die Finanzierung und Realisierung des Ausbaus von Schiene und Straße einschließlich einer neuen Querung über den Fehmarnsund ist nicht eine Diskussion über einen Ausstieg aus dem Staatsvertrag, sondern nur die aktive Unterstützung der Bemühungen von Land und Kreis in Berlin für eine bestmögliche und für alle Betroffenen verträgliche Ausführung dieses Vorhabens. Auch die Schleswig-Holsteinische Landesregierung steht hinter diesem Projekt einer bedeutenden europäischen Verbundtrasse. Der von Ihnen im Deutschen Bundestag vertretene Wahlkreis Ostholstein/Nordstormarn kann als Wirtschaftsraum und als Teil der Metropolregion Hamburg durch die Realisierung der Querung eine gute Zukunftsperspektive erwarten. Die Chancen einer Beltquerung überwiegen die Risiken.“

Der Kreis Ostholstein habe sich durch eine frühzeitige Betroffenheitsanalyse und im Zuge eines inzwischen abgeschlossenes Raumordnungsverfahrens vorbildlich in die Diskussion eingebracht.

Wenn man von Europa rede, müssen man auch zu großen Verkehrsprojekten zur Überwindung von Grenzen bereit sein. Süß apelliert an Hagedorn: „Unterstützen auch Sie durch Ihre Arbeit
im Haushaltsausschuss des Bundestages die notwendige Freigabe der erforderlichen finanziellen Mittel für den Bau der Hinterlandanbindung in all ihren Teilen. Dann tun Sie etwas für die Region.“

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von
erstellt am 04.Mär.2015 | 11:13 Uhr

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