zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 16:06 Uhr

Eutin : „Unser Geschenk für Eutin“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landesamt für Denkmalpflege übergibt pünktlich zur LGS zwei neue Faltblätter zum Schloss- und Küchengarten an die Stiftung.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2016 | 10:48 Uhr

„Es ist unser Beitrag für die Stiftung Schloss Eutin zur LGS“, sagte Dr. Michael Paarmann, Leiter des Landesdenkmalamtes, gestern bei der Präsentation zweier neuer Faltblätter, die für den wiederbelebten Küchengarten und den restaurierten Schlossgarten in Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Kathrin Franz entstanden sind.

Durch die Landesgartenschau habe die Denkmalpflege in Eutin richtig Fahrt aufgenommen, so Paarmann. Den bisher angestoßenen Projekten gehe eine jahrzehntelanges Bemühen voraus und es sei schön, jetzt die ersten „Früchte“ zu sehen. „Ich bin immer wieder von der Größe des Küchen- und des Schlossgartens überrascht“, sagte Kulturministerin Antje Spoorendonk, die noch von der offiziellen Eröffnung des Küchengartens Ende März (wir berichteten) schwärmte. Die erstellten Faltblätter seien viel mehr als nur Information im Vorbeigehen. „Es geht um den Erhalt und die Vermittlung unseres kulturellen Erbes, zu dem auch unsere kulturellen Gärten gehören“, sagte Spoorendonk. Sie dankte dem einstigen Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius, der sich im Ruhestand um die Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten bemüht und mit dessen Hilfe die Finanzierung der jeweils 20000 Flyer pro Thema möglich wurde. „Eigentlich drucken wir unsere Serien des Landesdenkmalamtes sonst mit einer 1000er Auflage, das zeigt vielleicht einmal mehr die Bedeutung, die wir dem gerade zur LGS auch beimessen“, sagte Dr. Margita Meyer, die das Referat für Gartendenkmalpflege leitet und maßgeblich an der Ausarbeitung des Sanierungskonzeptes für den Küchen- und Schlossgarten beteiligt war. Einziger Wermutstropfen für Meyer: „Wir haben einen wunderbaren, alten Baumbestand, aber das Sterben der Rosskastanien ging auch an uns nicht vorrüber und so sind einige Löcher entstanden, die zwar nachgepflanzt werden, aber das Gesicht etwas verändern.

Was hat der Besucher zu erwarten? Beide Flyer sind in der sogenannten Altarform doppelt gefaltet: Auf der linken Innenseite sind historische Fakten zum Schlossgarten und dessen Erbauer Peter Friedrich Wilhelm zu lesen, rechts dessen Bedeutung aus der Literatur. Ähnlich die Aufteilung beim Blatt zum Küchengarten: links die Geschichte, rechts der lange Weg bis zur Revitalisierung, die nur durch zahlreiche Fördermittel der EU, Bund, Land, Stadt und private Sponsoren wie Prof. Günther Fielmann möglich wurde. Im Inneren beider Blätter sind Lagepläne mit Verzeichnissen und kleinen Erklärungen, was es wo zu sehen gibt.

Die Blätter werden im Schloss und in der Touristinfo am Markt zu haben sein. Aber: „Es wäre schade, wenn wir Sie alle zur LGS hinauswerfen würden. Wer gezielte Infos zu den beiden Themen sucht, wird sie bei uns finden“, sagte Tourist-Chef Per Köster.

Herzogin Caroline von Oldenburg freute sich ob der guten Zusammenarbeit zwischen Stiftung, Land und Landesdenkmalpflege: „Da haben wir etwas sehr Schönes geschaffen, das nun auch wieder erlebbar ist.“ Die Oldenburger schauen laut Herzogin etwas neidisch auf den Eutiner Schlossgarten mit seinen Pavillons.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen