Seltener Besucher : Unscheinbarer Falter: Schlehen-Bürstenspinner

Bunt, bürstenartig behaart und mit Zusatzausstattung: Die Raupe eines Schlehen-Bürstenspinners. Foto: manfred philipp
Bunt, bürstenartig behaart und mit Zusatzausstattung: Die Raupe eines Schlehen-Bürstenspinners. Foto: manfred philipp

Einen seltenen Besucher fotografierte der Naturfotograf Manfred Philipp in Malente.

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06. September 2011, 11:52 Uhr

"Obwohl er auch in Europa heimisch ist, haben die meisten Menschen diesen eher unscheinbaren tagaktiven Falter noch nie zu Gesicht bekommen: einen Schlehen-Bürstenspinner," schildert der auf Naturmotive spezialisierte Fotograf Manfred Philipp. Und weiter: "Das Männchen, braun gekleidet und mit federförmigen Fühlern ausgestattet, gleicht einem normalen Schmetterling. Das unscheinbare Weibchen hingegen, das eher einer Blattwanzenart ähnelt, ist plump und gedrungen. Flügel sind nicht erkennbar.

Unmittelbar nach der Paarung erfolgt die Eiablage und das Weibchen stirbt. Man bekommt die Eltern nur selten zu Gesicht, vielleicht mal in der Paarungszeit, jedoch keinesfalls spinnend oder bürstend auf Schlehensträuchern.

Der etwa drei Zentimeter lange Nachwuchs hingegen, ist, wie das Foto zeigt, von geradezu stattlicher Erscheinung. Bunt, bürstenartig behaart und mit einer optisch beeindruckenden Zusatzausstattung versehen, ist er eine Augenweide. Als Nahrungsquelle bevorzugen die Raupen Laubbäume, Schlehdorn, Bergahorn und auch Himbeere. Macht sich jedoch eine vom Winde verwehte Sippe mal im Hausgarten breit, wie dieses unter Naturschutz stehende Exemplar, das mit dem gesamten Kindergarten über den Rhododendron einer Nachbarin herfiel, so ist das Fraßbild unübersehbar. Das gleiche kann leider auch auf Obstbäumen geschehen. Deshalb: Augen auf, auch im Garten, denn der Name täuscht."

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