Unmut über Glasfaser-Pläne

Stellten gestern einen Bildband und Filmreportage über die aus dem Zukunftsprogramms Wirtschaft in der Förderregion Süd-Ost unterstützten Projekte vor: (von links) Torsten Hindenburg, Anja Lansberg, Claus-Peter Matthiensen und Dario Arndt.
Stellten gestern einen Bildband und Filmreportage über die aus dem Zukunftsprogramms Wirtschaft in der Förderregion Süd-Ost unterstützten Projekte vor: (von links) Torsten Hindenburg, Anja Lansberg, Claus-Peter Matthiensen und Dario Arndt.

ZVO will sich im Malenter Hauptausschuss nicht auf konkrete Zeitpläne für den Anschlussbau festlegen

shz.de von
05. Juli 2018, 11:29 Uhr

Wann werden die Malenter Dorfschaften mit Glasfaser versorgt? Diese Frage sorgte am Mittwoch im Malenter Hauptausschuss für gereizte Stimmung. Mit den Antworten, die Torsten Hindenburg, Leiter der Breitband-Sparte im Zweckverband Ostholstein (ZVO), zu geben versuchte, zeigte sich Hauptausschussvorsitzender und CDU-Fraktionschef Uwe Potz nicht zufrieden.

„Die Dorfvorsteher waren für TNG als Akquisiteure unterwegs und haben die Bürger wortreich überzeugt, jetzt lässt man diese Leute einfach im Regen stehen“, klagte Potz. Von diesem Vorwurf rückte Potz auch nach wortreichen Erklärungen Hindenburgs nicht ab. Er vermisse einen langfristigen Zeitplan, zürnte Potz.

Auf konkrete Ankündigungen wollte der ZVO-Mann sich nicht festlegen lassen. „So lange die Ausschreibung nicht abgeschlossen ist, ist es unverantwortlich, genauere Zahlen zu nennen“, erklärte Hindenburg angesichts komplizierter europaweiter Ausschreibungen für den Bau des Glasfasernetzes, das im ZVO-Auftrag von der Kieler Firma TNG Stadtnetz vermarktet wird. Allerdings stellte er konkretere Angaben für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht: „Zum Ende des dritten Quartals 2018 können wir sagen, wo erste Baustellen eröffnet werden“, kündigte Hindenburg an, um wenig später „genauere Zahlen für „Ende 2018“ zu versprechen. Mit Blick auf überraschende Aktivitäten der privatwirtschaftlichen Konkurrenz tue sich der ZVO außerdem schwer mit vorzeitigen Ankündigungen. „Das ist der Sache nicht förderlich.“

Hindenburg bekräftigte aber, der ZVO halte daran fest, den Aufbau des Glasfasernetzes bis Ende 2019 in allen beteiligten 29 Kommunen abzuschließen, schränkte dies jedoch gleich wieder ein. „Wir wir werden es voraussichtlich nicht schaffen, jeden Haushalt anzuschließen. Da muss man realistisch bleiben.“ Für Malente stünden die Chancen aber gut: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie vor 2019 angeschlossen werden, ist relativ groß.“ Schließlich sei die Vermarktung in den Malenter Dorfschaften relativ früh erfolgt.

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