Kampf gegen Giftkraut : Uni München prüft Ostholsteins Honig

Der Giftgehalt des Honigs durch Jakobskreuzkraut soll wissenschaftlich untersucht werden.
Der Giftgehalt des Honigs durch Jakobskreuzkraut soll wissenschaftlich untersucht werden.

Die ostholsteinsiche Initiative gegen Jakobskreuzkraut hat die Unterstützung einer Doktorarbeit zugesagt. Es werden Proben bereitgestellt und es wird Geld gesammelt.

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16. Mai 2015, 04:00 Uhr

Im Zug einer Doktorarbeit an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) soll Honig aus Ostholstein auf den Gehalt von giftigen Pyrrolizidinalkaloiden (PA) untersucht werden, die aus den Blüten des gelben Jakobskreuzkrautes (JKK) stammen. Eine entsprechende Vereinbarung hat die im April in Eutin gegründete „Interessengemeinschaft Jakobskreuzkraut – Naturschutz ohne Verlierer“ mit dem Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit der Tierärztlichen Fakultät in München getroffen. Öffentlich vorstellt wird das Projekt am kommenden Donnerstag (21. Mai) um 19 Uhr im Eutiner Schützenhaus.

Die von Imkern, Landwirte, Jägern und Vogelschützer gebildeten Initiative zur Bekämpfung des JKK hatte mit Lebensmittel-Experten der Münchner Universität Kontakt aufgenommen. Ziel dieses Projektes ist, wie Imker Rainer Korten sagt, die Gewinnung wissenschaftlich belastbarer Daten zum Vorkommen von PA in regional erzeugtem Honig. Dazu sollen Honigproben von definierten Standorten in Ostholstein über die gesamte Saison 2015 bereitgestellt und untersucht werden. In diese Untersuchung und Aufklärung der Belastungssituation könnten weitere Proben pflanzlicher und tierischer Herkunft einbezogen werden. Die Initiative will diese Untersuchung auch finanziell unterstützen und hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Bei der öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag wird Rainer Korten die Probleme des Jakobskreuzkrautes aus Imker-Sicht und Lebensmittel-Experte Dr. Christoph Gottschalk aus wissenschaftlicher Sicht schildern. Danach soll das Projekt durch Prof. Dr. Manfred Gareis von der LMU vorgestellt werden.

Die Untersuchung wird etwa 10  000 Euro kosten. Das Spendenkonto: Kontoinhaber Morris/Hatje, DE81 213522400189691314

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