Neulich : Ungewöhnliches Recycling

Redakteurin Claudia Resthöft war bei ihrer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung. Und erfuhr dort von einer interessanten Recyclingmethode.

shz.de von
23. August 2013, 17:31 Uhr

Gestern war ich zu meiner regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen. Mein Arzt hat einen richtig modernen Behandlungsstuhl. Er erinnert mich mehr an einen normalen Stuhl mit Fußstützen, der sich kippen lässt. Früher habe er auch so ein klobiges Ungetüm gehabt, erzählte mein Arzt mir. Doch den habe er bei Ebay verkauft. Vorsichtig fragte ich, ob ich wohl wissen wolle, wer so etwas kauf. „Wollen Sie. Sie sind schließlich eine Frau“, so die Antwort meines Gynäkologen. Der alte Stuhl, erzählte er mir, sei von einer Spedition abgeholt worden. Diese habe in ganz Norddeutschland ausrangierte Behandlungsstühle abgeholt und zu einer Firma nach Berlin gebracht. Dort seien die Stühle dann aufgearbeitet und an Sexclubs verkauft worden. „Mir soll es recht sein“, so der Kommentar meines Arztes. „Bevor die Leute Kriege anzetteln, sollen sie doch lieber poppen.“

Wo der Mann recht hat, hat er recht. Claudia Resthöft

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