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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 05:52 Uhr

Unfallzahlen erreichen Höchststand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Polizeidirektion Lübeck verzeichnet in neuer Statistik einen Anstieg im Kreis Ostholstein / Hauptursache zu hohe Geschwindigkeit

Die Bilanz der Verkehrsunfallübersicht 2016 hat Licht und Schatten für den Kreis Ostholstein parat: Im vergangenen Jahr registrierte die Polizeidirektion Lübeck einen Anstieg der Unfallzahlen. Waren es 2015 noch 1592 so genannte aufnahmepflichtige Verkehrsunfälle, verzeichneten die Beamten in Ostholstein im vergangenen Jahr 1612 Unfälle – ein Anstieg um 1,3 Prozent. Das Ganze ist im Zehn-Jahres-Vergleich ein Höchststand. 2010 hatte die Polizei noch 1360 aufnahmepflichtige Verkehrsunfälle gezählt.

Negativ fallen aktuell die Unfälle mit Personenschaden auf: 2015 waren es 919, ein Jahr später 954, folglich ein Plus von 3,8 Prozent. Lediglich bei Verkehrsunfällen mit bedeutender Ordnungswidrigkeit gab es einen Rückgang um 2,5 Prozent von 597 auf 582 Unfälle.

Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt lag im vergangenen Jahr bei 6709 – ein Jahr zuvor waren es noch 6483 gewesen. Somit verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 3,5 Prozent.

Dem Rückgang tödlich Verunglückter steht eine leichte Zunahme Schwer- und Leichtverletzter entgegen: Zehn Menschen wurden 2016 Opfer des Straßenverkehrs. 2015 waren es noch 13; somit sank die Zahl der Verkehrstoten um 23,1 Prozent. 172 Schwer- und 1004 Leichtverletzte gab es zu beklagen. Hierbei blieben die Zahlen im Jahresvergleich 2015-16 weitgehend gleich. Die Anzahl der Verletzten gesamt stieg von 1164 auf 1176 um einen Prozent.

„Erfreulich ist die deutliche Abnahme von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Kindern“, so die Polizei, die einen Rückgang um 27,3 Prozent verzeichnete, denn 22 Fälle in 2015 stehen 16 im vergangenen Jahr gegenüber. Hierbei wurden die Unfälle gezählt, in denen Kinder (bis 15 Jahre) als Fußgänger beteiligt waren. In den Fällen, in denen Kinder mit dem Rad unterwegs waren, sank die Zahl von 53 auf 42 (Rückgang um 20,8 Prozent).

Wie landesweit musste auch in Ostholstein eine Zunahme von Unfällen mit Senioren bei gleichzeitigem Rückgang von Verkehrsunfällen, die von jungen Fahrern verursacht wurden, registriert werden: 2015 waren es 168 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren an Unfällen beteiligt, im vergangenen Jahr 153. Bei 307 Unfällen waren im vergangenen Jahr Senioren die Verursacher; 2015 waren es noch 302. Hauptunfallursache älterer Fahrer ist dabei die Missachtung der Vorfahrt oder des Rotlichts gewesen (78 Fälle), gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren (74 Fälle). Bei den jungen Fahrern ist wiederum die nichtangepasste Geschwindigkeit (71 Fälle) Hauptunfallursache. Trunkenheit spielte in 14 Fällen eine Rolle.

Unerfreulich ist die Zahl der Unfälle mit Radfahrern: Die Polizei registrierte einen deutlich Anstieg im Jahresvergleich von 295 auf 330 Unglücke. Hauptunfallursachen bei Radfahrern waren Stürze (112 Fälle). Apropos Zweiradfahrer: Hingegen sank die Zahl der Unfälle mit Bikern: 158 Motorradfahrer verunglückten 2015, im vergangenen Jahr waren es 145. Hauptunfallursache ist weiterhin die Geschwindigkeit (43 Fälle). Das deckt sich auch mit den generellen Hauptunfallursachen im Kreis Ostholstein: In 282 Fällen war die Geschwindigkeit ursächlich für den Unfall (2015: 232 Fälle). Alkohol oder berauschende Mittel schlugen in 104 Fällen zu Buche (2015: 97). Als eine Unfallhäufungsstelle ermittelte die Polizei die Kreuzung am Süselerbaum. Fünfmal krachte es hier im vergangenen Jahr folgenreich.

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erstellt am 24.Apr.2017 | 13:57 Uhr

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