Unfallkasse zwingt Süsel zum Handeln

Gedanken an den Neubau eines Feuerwehrhauses in Röbel rücken in den Fokus

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08. März 2014, 16:59 Uhr

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie“ sprach Goethes Mephisto zu Faust. Die Erfahrung, dass theoretische Überlegungen schnell von Fakten aus der Realität eingeholt werden können, machen aktuell die Süseler Gemeindevertreter bei der Planung der künftigen Feuerwehrstrukturen.

Kaum war die Idee geboren, in Bujendorf ein neues Feuerwehrhaus zu bauen, forderte ein Nachbarort größere Aufmerksamkeit: Die Feuerwehrunfallkasse will lange bekannte Mängel im Feuerwehrhaus Röbel nicht mehr dulden. Konkret wurde der Gemeinde die Frist gesetzt, diese Mängel bis zum 30. Juni dieses Jahres zu beseitigen.

Das ist bei realistischer Betrachtung nicht zu schaffen. Aber vermutlich wird die Hanseatische Feuerwehrunfallkasse Nord (HFUK) noch stillhalten, wenn die Gemeinde ernsthaft an die Lösung des Problems geht.

Bei einem Abstimmungsgespräch zwischen Vertretern der Fraktionen, dem Gemeindewehrführer und seinen Stellvertretern, dem Bürgermeister und der Verwaltung wurde deshalb vereinbart, den Neubau eines Feuerwehrhauses in Röbel zu prüfen. Ein entsprechender Auftrag an die Verwaltung steht heute Abend auf der Tagesordnung des Finanzausschusses. Dessen öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr im Süseler Rathaus.

Folgt der Ausschuss der Beschlussvorlage, soll die Verwaltung in Röbel zur Verfügung stehende Flächen auf eine Bebaubarkeit prüfen lassen. Dabei handelt es sich um den Bolzplatz, die Streuobstwiese und eine Fläche an den Klärteichen. Eine andere Feuerwehr wird wohl weiter noch viel Geduld beweisen müssen: Der Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeugs für Fassensdorf soll, so ein anderer Beschlussvorschlag für den Ausschuss, „vorerst gänzlich zurückgestellt“ werden.

Zu den 13 Punkten der Ausschusssitzung gehört auch der Abbau von Feuerwehrsirenen, die nicht mehr gebraucht werden, nachdem die Feuerwehren mit digitalien Meldeempfängern alarmiert werden. Die Verwaltung empfiehlt, als erstes sieben Sirenen abzubauen, die auf privaten Grundstücken stehen, und dafür eine Kostenermittlung vornehmen zu lassen. Eine Fachfima hat als Größenordnung etwa 2000 Euro pro Sirene genannt. Im aktuellen Haushalt stehen schon einmal 10 000 Euro. Insgesamt 13 Sirenenstandorte gibt es in der Gemeinde.

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