Unfallfahrer verriegelte seine Tür

JulianHeldt_5837.jpg von
09. November 2013, 00:33 Uhr

Mit einem ungewöhnlichen Fall von Fahrerflucht hatte es am Donnerstag das Amtsgericht zu tun. Einem 52-jährigen Ahrensböker wurde zur Last gelegt, im Februar dieses Jahres an der Kreuzung Elisabethstraße/ Weidestraße mit seinem Wagen auf den VW Caddy einer 49-Jährigen aufgefahren und anschließend geflüchtet zu sein.

Nach Angaben der Geschädigten war der Mann mit seinem Seat an einer roten Ampel in ihr Auto „reingerutscht“. „Es hatte sehr viel geschneit an dem Tag und war glatt“, erklärte die Eutinerin. Nach dem Aufprall sei sie ausgestiegen und habe den Mann zur Rede stellen wollen. „Er hatte seine Fahrertür aber verriegelt.“ Sie habe daraufhin die benachbarte Spielothek aufgesucht und die Polizei angerufen. Unterdes sei der Unfallfahrer verschwunden.

„Ich dachte, sie wollte einkaufen“, schilderte der Angeklagte seine Sicht der Dinge. Er habe den Unfall überhaupt nicht wahrgenommen: „Ich habe nichts gemerkt und keinen Schaden gesehen.“ Als ihn Polizisten in Ahrensbök aufsuchten, stellten sie eine kaputte Kennzeichenhalterung und Lackanhaftungen an der Front seines Wagens fest: Spuren des Unfalls, der am Seat der Geschädigten 500 Euro Schaden hinterließ.

Richter Katrin Leinen glaubte dem Angeklagten nicht, dass er von dem Unfall nichts mitbekommen habe. Er habe mit dem Verriegeln des Fahrzeugs nach dem Unfall „ein erstaunliches Verhalten“ an den Tag gelegt. Sie verurteilte ihn wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu einer Geldstrafe in Höhe von 375 Euro. Den Schaden am Auto der Eutinerin hat die Versicherung des Ahrensbökers bezahlt.

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