Ulrich Schütt beweist starke Nerven

Ulrich Schütt
Ulrich Schütt

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23. Januar 2015, 10:23 Uhr

Das war Hochspannung pur am letzten Wettkampftag der Luftpistolensaison in der 2. Bundesliga Nord: Mit dem 61-jährigen Haffkruger Ulrich Schütt in der Fünfermannschaft beim Pistolenclub Rendsburg schossen die Vertreter des Norddeutschen Schützenbundes das entscheidende 4:1 gegen den SV Schirumer Leegmoor heraus. Bei völliger Gleichheit der 4:10 Team- und 14:21 Einzelpunkte gab dieser Wettkampf den Ausschlag über den sechsten Tabellenrang, der zum Klassenverbleib und nicht in die Relegation führt.

Ulrich Schütt war zwar mit 368:374 Ringen an diesem Schlusstag einziger Verlierer, traf aber ausgerechnet auf den Besten des Gegnerteams. Schütt zur Saison: „In der 2. Bundesliga starten zu dürften ist reizvoll. Das wollte ich nach mehr als 30 Jahre Mitgliedschaft mit den Eutiner Sportschützen schon dreizehn Mal als Verbandsligameister oder Zweiter erreichen. Nie klappte es. Mein Herz hängt natürlich an meinem Heimatverein, aber mit 61 Jahren wollte ich einmal im Leben noch in der Bundesliga starten. So habe ich mich vor zwei Jahren dem PC Rendsburg angeschlossen.“

Ulrich Schütt ist Realist und weiß um den ständigen Kampf gegen die Besten aus Norddeutschland. Das war auch in diesem Jahr schwierig. Nach nur einem Saisonsieg gegen Absteiger SV Barmke, der auch Tabellenletzter ist, mussten die Rendsburger mit ihren fünf etwa gleichstarken Schützen gegen die Leegmoorer alles geben. Drei seiner Mitstreiter hatten bereits gewonnen, da stand das 364:364 bei Helge Hagen an der Anzeigetafel. Also musste er ins Stechen. Nervenstark entschied der Rendsburger dies bereits mit einem Schuss zum 10:9 und sicherte dem Team so das
4:1. „Wir haben die Saison
als Sechstplatzierter abgeschlossen, weil bei völliger Gleichheit der Direktvergleich der Teams über die Platzierung entscheidet“, berichtet Ulrich Schütt.

Absteiger ist der SV Barmke, Leegmoor muss in die
Relegation gegen die besten Mannschaften aus den Verbandsligen. Die Rendsburger Pistolenschützen sind gerettet und bleiben in der 2. Liga.

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