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Schlimmes Szenario am Priwall in Eutin : Übung forderte die Rettungskräfte

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner Ortswehren, drei Schnelle Einsatzgruppen und Bewohner des Hauses Am Priwall 25 arbeiten Hand in Hand mit gutem Ergebnis.

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erstellt am 02.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Es war ein Szenario, das man sich wirklich nicht in der Realität wünscht. Die Annahme: In der Wohnstätte der Horizonte Ostholsten Am Priwall 25 war ein Feuer ausgebrochen. Die dort lebenden Menschen mit Beeinträchtigungen mussten aus dem Haus evakuiert werden. Am Ende lief alles Reibungslos. Die Einsatzkräfte leisteten sehr gute Arbeit.

Der Eutiner Ortswehrführer Wolfgang Mevs und sein Stellvertreter Klaus Peter Lundius hatten sich das Szenario der Groß-Übung ausgedacht. Das Feuer im zweiten Stock des Hauses griff schnell um sich. Beherzt und routiniert evakuierten die Feuerwehrleute die Bewohner. Das war nicht immer einfach: Bei manchen Bewohnern brachen während ihrer „Rettung“ echte Ängste aus. Sie hatten Probleme, das Haus am Priwall zu verlassen. In einem Fall wurde für den Bewohner die Übung sogar abgebrochen. Er wollte „sein“ Haus bei bestem Willen nicht verlasen.

Seiner nahm sich Frank Lunau persönlich und einfühlsam an. Er leitet die Wohngemeinschaft der Horizonte Ostholstein am Priwall und übernimmt auch die Sozialraumkoordination. „Das ist eine gute realistische Übung und wir sammeln hier alle wichtige und wertvolle Erfahrungen“, sagte Frank Lunau dem OHA. Immerhin sei es bereits die dritte Übung, die die Feuerwehren seit 1996 in der Wohnstätte machten. Lunau: „Wir sind ja hier am Priwall auch Nachbarn und knüpfen so gute Kontakte zur Feuerwehr.“ Es würden Ängste der meisten Bewohner genommen und Panik bei einem echten Feuer gelindert.

„Das ist Realität für unsere Einsatzkräfte“, zeigte sich auch Einsatzleiter Wolfgang Mevs zufrieden. Sie lernten so, mit den Bewohnern in ihren unterschiedlichen Lebenslagen umzugehen. „Das Haus gibt seinen Bewohnern am Priwall Geborgenheit, die sie ungern verlassen wollen“, ergänzte Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt, der am Sonnabend als Gruppenführer in der Neudorfer Wehr aushalf, weil dort Not am Mann war.

Vor Ort waren auch die Schnellen Einsatzgruppen (SEG) Ost mit dem DRK aus Süsel und Eutin sowie West mit der JUH Eutin unter der Gesamtleitung von Torsten Behrmann aus Hutzfeld: „Wir sind mit 35 Einsatzkräften angerückt“, zeigte sich Thorsten Behrmann ebenso zufrieden wie Wolfgang Mevs mit der Anzahl der Feuerwehrleute: „Für einen Sonnabendvormittag waren wir mit 54 Kräften sehr gut besetzt“, lobte er die Einsatzbereitschaft seiner Feuerwehrleute. Mit dabei waren auch Heinz Klöpper aus Großenbrode als Orga-Leiter und Sönke Nieselt als Leitender Notarzt. Sie kümmerten sich im Feuerwehr-Schulungsraum um die Evakuierten. Das waren am Ende 20 Bewohner, weil neun morgens schon nicht mehr im Haus waren. Zu den vier Statisten gehörte auch Alexander Herdt, der sich für die Personenrettung der Feuerwehren Eutin und Neudorf zur Verfügung stellte.

 

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