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Überzeugend Bekenntnisse zur deutschen Verfassung abgegeben

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bei einer Feierstunde verlieh Plöns Landrätin Stephanie Ladwig gestern an sechs Frauen aus Polen, Estland, Georgien und Panama und dem Kongo die Einbürgerungsurkunden. Zuvor gaben sie einzeln ihr Bekenntnis zur Verfassung und den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland ab.

„Mit der Entscheidung für die deutsche Staatsbürgerschaft zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit Ihrer neuen Heimat und unseren tragenden Werten sowie mit unserer Kultur und Art zu leben, ohne dadurch auf ihre eigene Geschichte und Ihren soziokulturellen Hintergrund verzichten zu müssen“, beglückwünschte Ladwig. Zugleich appellierte sie an die neuen Staatsbürger, nicht nur die mit der Einbürgerung erworbenen Rechte und Möglichkeiten des Wahlrechts wahrzunehmen, sondern sich auch aktiv mit den jeweiligen Fähigkeiten ehrenamtlich in die Gesellschaft einzubringen.

Die Einbürgerung dürfe nicht nur als formaler Akt einer Behörde verstanden werden. Die vielfältigen Potenziale der Menschen seien eine Bereicherung und Chance für unsere Gesellschaft, sich weiter zu entwickeln. Die neue Staatsbürgerschaft sei zugleich ein Vertrauensbeweis für Deutschland, das die Landrätin als eines der rechtsstaatlich sozialsten Länder auf der Welt bezeichnete. Das würden nicht zuletzt die aktuellen Vorkommnisse bei der Einwanderungen von Flüchtlingen zeigen. Bisher habe der Kreis Plön 750 Flüchtlinge aufgenommen. Bis Ende des Jahres würden es 1300 werden. Ladwig sei gespannt, wie viele von ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen werden.

Um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, müssen Antragsteller einen mehrjährigen Aufenthalt, ausreichende Deutschkenntnisse, eine eigenständige Sicherung des Lebensunterhaltes nachweisen und einen Einbürgerungstest erfolgreich absolvieren. In diesem Jahr konnte der Kreis bereits 17 neuen Staatsbürgern ihre Urkunde überreichen, von denen zwei gestern an der ersten Feierstunde des Kreis seit 2010 teilnahmen. Sie stammen aus dem Kosovo und Syrien.

 

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erstellt am 29.Sep.2015 | 16:53 Uhr

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