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Malente : Überschwemmter Wiesenweg: Ortstermin macht Hoffnung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schwentine- oder Regen-Wasser? Die Ursache der Überschwemmung im Wiesenweg ist auch nach einem Ortstermin nicht geklärt. Aber sicher ist: Eine Lösung muss her.

Wird die Überschwemmung des unteren Wiesenwegs auch durch Schwentinewasser verursacht oder ausschließlich durch Regenwasser? Über diese Frage gab es gestern Vormittag bei einem Ortstermin zwischen Anwohnern und zwei Bauamtsmitarbeitern zwar keine abschließende Meinung. Dennoch waren sich alle einig: Die Lösung des Problems soll angepackt werden. Und die wird offenbar darin gesehen, die defekte Rohrleitung zum Schöpfwerk wieder herzustellen.

„Wir prüfen jetzt die Kosten für den Bau einer Leitung und von Kontrollschächten“, erklärte Bauamtsmitarbeiter Karlheinz Spindler am Ende des Ortstermins mit den Anwohnern Helmut Hermanns und Dieter zum Felde. Diese können ihre Häuser seit zwei Wochen nur noch zu Fuß über die Schwentinebrücke in Richtung Wöbbensredder erreichen (wir berichteten). Außerdem will Spindler prüfen, wie die Kosten zwischen Gemeinde und den sogenannten Vorteilseignern, also denjenigen, die von der Maßnahme profitieren, aufzuteilen wären. Schließlich will er auch bei der Wasserbehörde klären, welche Auflagen bei dem ins Auge gefassten Bauvorhaben zu beachten wären.

Aus Sicht der Gemeinde ist ein bereits 1985 angeschobenes, aber offenbar nie abgeschlossenes Planfeststellungsverfahren für das Gebiet durch den Kreis Ostholstein Dreh- und Angelpunkt der Lösung. Vom Ausgang des Verfahrens sei abhängig, wer das Schöpfwerk betreiben müsse, das für eine Entwässerung des unteren Wiesenwegs sorge, erklärte Spindler. Damals sollen langwierige Gerichtsverfahren einen Abschluss des Planfesstellungsverfahrens verhindert haben. Die hatte der damalige Eigner des Guts Rothensande angestrengt, weil seine Wiesen überschwemmt wurden.

Bis 1982 hatte der Wasser- und Bodenverband (WBV) Schwentine das Schöpfwerk betrieben, danach übernahm die Gemeinde den Betrieb. Ob sie dazu verpflichtet war und ist, bleibt unklar. „Die Zuständigkeiten klären wir nach dem Planfeststellungsverfahren“, erklärte Spindler.

Jetzt hoffen die Anlieger, dass sich etwas bewegt und die beteiligten Behörden und Verbände an einem Strang ziehen. Bislang tat sich nichts, obwohl zu der seit langem bekannten Problematik bereits vor vier Jahren ein Ortstermin stattgefunden hatte. Zu den Teilnehmern gehörten Untere Wasserbehörde, Untere Naturschutzbehörde, WBV und die Gemeinde.

Immerhin scheint sich die Lage im Wiesenweg angesichts der geringen Niederschlagsmengen in den vergangenen Tagen etwas entspannt zu haben. Obwohl sich die seit dem 11. Februar eingesetzte Feuerwehrpumpe mittlerweile mit einem Defekt verabschiedet hat und nur noch eine kleine Tauchpumpe arbeitet, ist der Wasserstand erkennbar gesunken. Das belegt aus Sicht von Helmut Hermanns, dass derzeit kein Schwentinewasser nachdrängt. Denn der Wasserstand in dem Fluss war gestern noch unverändert hoch.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 15:47 Uhr

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