zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

24. August 2017 | 07:08 Uhr

Überraschungsgegner aus Afrika

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Am Ostermontag trafen sich zufällig Bernd Wulffen, Organisator einer simbabwischen Jugendgruppe, die für eine Woche Lübeck besuchte, und Jürgen Grimm, Trainer der U19-Fußballer des Sereetzer SV. Vor dem Kassenhäuschen beim VfB Lübeck anläss-
lich des U19-Länderspiels Deutschland gegen Dänemark kamen sie ins Gespräch. Beide besuchten mit ihren Jugendlichen das Fußballländerspiel – und vereinbarten im Handumdrehen ein spontanes Testspiel in Sereetz.

Die Delegation aus Simbabwe bestand zum großen Teil aus Fußballern im Alter von 16 bis 18 Jahren. Es wurde kurzfristig ein gemeinsames Grillen vereinbart, natürlich nicht ohne sich vorher sportlich auf dem Fußballfeld zu messen. Die Spieler gehören zu den besten ihres Landes. Sie sind allesamt von ihren jeweiligen Clubtrainern ausgewählt worden, auf Staatskosten die Reise nach Deutschland anzutreten. Die Spieler wurden anlässlich des 93. Geburtstages von Präsident Mugabe bestimmt und kamen so in den Genuss, eine Woche in Lübeck zu verbringen.

„Das Spiel fand, wie zu erwarten, technisch und läuferisch auf sehr hohem Niveau statt“, sagte Jürgen Grimm. Die Sereetzer erwiesen sich als gleichwertige Gegner, sie forderten den afrikanischen Spielern alles ab. Dadurch ergab sich phasenweise ein so intensives und interessantes Spiel, dass die Zuschauer spontan Szenenapplaus spendeten. Das knappe Ergebnis von 3:2 für die Auswahl Simbabwes spiegelte auch das Spiel wider.

Beim anschließenden gemeinsamen Grillen konnten die Jugendlichen sich untereinander austauschen. Gemeinsame Sprache war hier Englisch, das von allen Anwesenden gesprochen wurde. Spontan wurde vom Organisator Bernd Wulffen, der viele Jahre in Südafrika verbrachte und davor in den USA eine Fußball-Akademie betrieben hat, eine Einladung an den Sereetzer SV nach Kapstadt ausgesprochen..

„Gerne würde ich die hervorragenden Möglichkeiten des Sereetzer SV in den kommenden Jahren nutzen und mit verschiedenen Mannschaften den Verein besuchen“, sagte Wulffen. Die Mannschaft aus Simbabwe, die auch von Basketballern begleitet wurde, ist am 24. April wieder Richtung Harare/Simbabwe geflogen. Da es keinen Direktflug gab, war sie, wie auf der Hintour, rund 20 Stunden unterwegs.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Apr.2017 | 23:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen