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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 12:54 Uhr

Überraschend klare Niederlage

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fußballer von Eutin 08 verlieren vor mehr als 400 Zuschauern in der Schleswig-Holstein-Liga mit 2:6 Toren und die Tabellenführung

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2015 | 10:28 Uhr

Das hatten sich die Fußballer von Eutin 08 anders vorgestellt – und die Spieler von Flensburg 08 kaum zu hoffen gewagt. Die Gäste fegten in der Schleswig-Holstein-Liga den Spitzenreiter vor mehr als 400 Zuschauern verdient mit 6:2(2:1) Toren vom Platz.

„Wir haben in den letzten Spielen selbst klare Chancen vergeben und uns hinten überflüssige Tore eingefangen. Irgendjemand ist da immer ausgerutscht“, sagte der Flensburger Trainer Torsten Böker. Auch das Spiel in Eutin begann für seine Mannschaft mit einem dicken Abwehrpatzer. Nach einer Flanke von Fabio Parduhn wurden sie die Flensburger nicht einig, Kevin Hübner setzte sie unter Druck, und so landete der Versuch eines Befreiungsschlages von Marcel Hill zum eigenen Entsetzen im eigenen Netz (3.). Ein Treffer mit erstaunlichen Folgen. „Das schnelle Tor hat uns gar nicht gut getan“, stellte der Eutiner Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner fest. Nach dem 1:0 gab es noch einen gefährlichen Eutiner Angriff, den Christian Rave mit einem Schuss knapp neben den rechten Pfosten abschloss (5.), dann verabschiedeten sich die Gastgeber Schritt für Schritt aus dem Spiel, sie agierten immer zaghafter, während Flensburg 08 immer selbstbewusster und druckvoller spielte. „Wir haben die Eutiner Schaltzentrale, vor allem Blubber Nielsen, lahmgelegt“, erläuterte Böker sein Erfolgskonzept.

Nicholas Holtze gab mit einer Direktabnahme einen Warnschuss ab, der knapp am Eutiner Tor vorbeizischte (14.). Auf der anderen Seite wurde ein Rave-Schuss aus spitzem Winkel die sichere Beute von Gästetorwart Dennis Emken (20.). Eutin 08 reagierte auch auf den letzten kräftigen Weckruf der Flensburger nicht, als Sebastian Kiesbye am reaktionsschnellen Eutiner Schlussmann Nick Dräger scheiterte und der Nachschuss von Fleming Barth an die Latte krachte (25.).

Flensburg 08 übernahm mit dieser Aktion endgültig die Regie auf dem Platz. Der Spitzenreiter kam immer schlechter in die Zweikämpfe, wirkte angeschlagen. Die Folge war der Ausgleich durch Barth (30.). Und es kam für Eutin 08 noch viel dicker. Kapitän Sönke Meyer holte sich für ein Foul vor dem eigenen Strafraum zurecht die Gelbe Karte ab (35.) und nahm nach dem anschließenden Freistoß, der hoch in den 16-Meter-Raum segelte, die Hände zu Hilfe. Schiedrichter Patrick Schwengers zögerte keine Sekunde. Er pfiff Elfmeter für Flensburg 08 und zeigte Meyer, ebenfalls korrekt, die Ampelkarte (35.). Hill verwandelte den Strafstoß zum 2:1 für die Gäste (35.). Florian Stahl sorgte für ein Raunen unter den Zuschauern, als er einen Ballgewinn nutzte und sofort von der Mittellinie schoss, weil er erkannt hatte, dass Emken zu weit vor dem Tor stand (40.).

Auch nach der Pause bekamen die Eutiner die Partie nicht in den Griff. Die Flensburger warteten geduldig auf Fehler. Christian Rave war für Sönke Meyer in die Innenverteidigung gerückt und verursachte mit einem Foul an Holtze den zweiten Foulelfmeter, den erneut Hill sicher verwandelte (57.). Die Eutiner waren jetzt vollkommen verunsichert, Timo Klotz leistete sich einen Ballverlust im eigenen Strafraum, den Holtze zum 4:1 nutzte (61.). Mecki Brunner reagierte mit einem Doppelwechsel, er nahm Kevin Wölk und Kevin Hübner aus dem Spiel, brachte dafür Halo Ali und Tim Brunner. Wölk war anzumerken, dass er wegen einer Grippe in der Woche kaum trainieren konnte. Fleming Barth (68.) und Kim-Patrick Nitschke (89.) erhöhten auf 6:1, ehe Florian Stahl in der vorletzten Spielminute das Ergebnis mit einem verwandelten Foulelfmeter auf 2:6 korrigierte.

„Die Flensburger haben sich in das Spiel hereingearbeitet“, sagte Mecki Brunner nach dem Abpfiff anerkennend. Der Sieg der Gäste sei hochverdient. „Wir hatten heute das Quäntchen Glück, dass uns zuletzt beim 2:4 gegen den SV Eichede gefehlt hat“, meinte Torsten Böker. Der Eutiner Florian Stahl war vollkommen bedient: „Unser Spiel und Auftreten war eine komplette Katastrophe, die wir in der Woche sicher aufarbeiten werden.“

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