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„Überfallkommando“ raubt den Ausbildungsaward

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 18:08 Uhr

Hansa-Park-Chefin Claudia Leicht schaute verdattert: Gerade sollte sie aus Händen von Gerd Schöning, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck, in einem feierlichen Moment den IHK-Ausbildungsaward erhalten, da stürzten mit lautem Geschrei zehn als Cowboys kostümierte junge Menschen herein und schnappten ihr die Auszeichnung vor der Nase weg.

Bei dem „Überfall“ im
„Fischers Hus“ waren die Cowboys und -girls in ihrem Element – handelte es sich doch um die derzeit zehn Auszubildenden des Hansa-Parks, denen die Freude an der Inszenierung deutlich
anzumerken war. Vor der versammelten Presse erklärten einige von ihnen, was sie an der Ausbildung in Deutschlands nördlichstem Freizeitpark schätzen. „Der Hansa-Park liefert mir eine Vielzahl an Aufgaben und auch viel Außergewöhnliches“, berichtete Lena Kripke. Sie dürfe viel Verantwortung übernehmen und Eigeninitiative entwickeln, sagte die 20-Jährige angehende Veranstaltungskauffrau aus Kabelhorst. Das Beste sei jedoch, „dass wir eine riesengroße Hansa-Park-Familie sind“.

Zuvor hatte IHK-Chef Schöning erläutert, warum der Hansa-Park den Award verdient habe. Dieser biete nicht nur einen seltenen Mix aus kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen, sondern auch ein angegliedertes Studium, und das in der Sommerzeit bis zu 850 Mitarbeiter starke Unternehmen arbeite sehr eng mit den Schulen vor Ort zusammen. Es versuche außerdem, seine Auszubildenden in den Betrieb einzubinden und mit Projekten zu betrauen. „Das ist etwas, was besonders wertvoll ist.“

„Ausbilden lohnt sich und ist keine Einbahnstraße“, zeigte sich Claudia Leicht, die den Preis stellvertretend für ihren terminlich verhinderten Mann, Hansa-Park-Geschäftsführer Christoph Andreas Leicht, entgegennahm, überzeugt. Zwei Jahre dauere es, bis die Nachwuchskräfte vollständig eingearbeitet seien. Nach rund fünf Jahren seien sie so „Freizeitpark-infiziert“, dass sie sich keine andere Branche mehr vorstellen könnten.

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