Über „Wilde Weiden“ in Gömnitz

Landschaft mit „Wilder Weide“: Auf knapp 60 Hektar hat die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein renaturiert und ein „Ökokonto“ geschaffen.
Landschaft mit „Wilder Weide“: Auf knapp 60 Hektar hat die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein renaturiert und ein „Ökokonto“ geschaffen.

Die Stiftung Naturschutz lädt zum Anschauungsunterricht: Vielfältige Weidelandschaft statt Ackerland am Fuß des Gömnitzer Bergs

von
09. August 2018, 11:52 Uhr

Im Stiftungsland Gömnitzer Berg haben Neuntöter, Rebhuhn und Feldlerche einen Lebensraum gefunden. Ihnen leisten europaweit geschützte Kammmolche, Moor- und Laubfrösche Gesellschaft. Es sei den Vielfaltschützern der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gelungen, aus ehemals intensiv genutzten Ackerflächen wieder artenreiches Grünland zu machen, heißt es in einer Pressemitteilung. Und das soll Interessierten bei einer Wanderung am Freitag, 17. August, um
15 Uhr gezeigt und erklärt werden.


Wilde Weide mit Laichgewässer

Das 59 Hektar große Gelände an dem fast 94 Meter hohen Berg ist eines der sogenannten Ökokonten der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein. Vor sechs Jahren hat die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen Entwässerungsgräben und Drainagen verschlossen, um mehr Wasser in der Fläche zu halten. Gleichzeitig hat sie Laichgewässer für Amphibien angelegt, Waldsäume angepflanzt und eine Weidelandschaft eingerichtet. Auf dieser „Wilden Weide“ sind jetzt Rinder als „Ökorasenmäher“ unterwegs, um den Bewuchs kurz zuhalten, damit Wiesenschaumkraut, Kuckuckslichtnelke und Sumpfdotterblume blühen können.

Auf der gut zweistündigen Wanderung dürfen Hunde nicht mitgenommen werden. Feste Schuhe werden empfohlen, das Gelände sei uneben. Der Treffpunkt ist der Hof Bimberg, Sierhagener Weg 13 in Gömnitz. Die Teilnahme ist kostenlos. Über eine Spende freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen und Anfahrtsskizzen sind unter Telefon 0431/21090-101 zu bekommen oder im Internet unter www.stiftungsland.de.

Die jährlich sechs geführten „Extratouren“ durchs Stiftungsland führten seit 20 Jahren nicht nur zu den schönsten Ecken, die Schleswig-Holstein zu bieten habe, die Besucher erwarte immer ein kleines Sahnehäubchen, sagen Thomas Voigt und Nicola Brockmüller von der Stiftung Naturschutz. Sei es, dass die Tour abseits der Wege dorthin führe, wo Besucher sonst nicht hinkommen, verborgene Raritäten im Unterholz entdeckt werden wollten oder Politprominenz Rede und Antwort stehe. Jede Wanderung dauert gut zwei Stunden und ist kostenlos.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen