zur Navigation springen

Malente : Über vier Millionen Euro in acht Jahren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

2007 übernahm der ZVO das Malenter Klärwerk und investierte seitdem kräftig

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2015 | 19:11 Uhr

Als die Gemeinde Malente 2007 die Beseitigung des Schmutzwassers auf den Zweckverband Ostholstein (ZVO) übertrug, war dies nicht unumstritten. Zwar interessierten sich augenscheinlich nicht allzu viele Bürger für das Thema, ein kleine Gruppe kämpfte jedoch energisch, wenn auch schließlich erfolglos gegen das Vorhaben. Gestern beantwortete der ZVO vor Gemeindevertretern und Mitarbeitern der Verwaltung, was seit 2007 unter ZVO-Regie geschehen ist. Anwesend war neben Bürgermeister
Michael Koch auch die neue Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer.

In den vergangenen acht Jahren habe der ZVO über
4,1 Millionen Euro für die Schmutzwasserbeseitigung in Malente investiert, erklärte ZVO-Geschäftsbereichsleiterin Hanna Liedtke. „Allein für die energetische Optimierung haben wir eine Million Euro investiert“, erklärte sie. Gegenüber der bisherigen Einspeisung spare der ZVO nun rund 200  000 Kilowattstunden pro Jahr. Mehr als 60 Prozent des Strombedarfs werde durch ein eigenes Blockheizkraftwerk erzeugt.

Weitere 1,2 Millionen Euro seien in Gebäudesanierungen und einen neuen Spülwagen geflossen. Und für das Kanalnetz einschließlich der Pumpwerke wurden 1,9 Millionen Euro ausgegeben. „Die Pumpen werden jetzt fernüberwacht.“ In den Pumpstationen seien aufwendige Betonsanierungen notwendig gewesen, da diese mit den Jahren durch das aggressive Schmutzwasser angegriffen gewesen seien.

Was die einzelnen Investitionen im Detail bedeuten, erklärte Abwassermeister Andreas Nork den Anwesenden ausführlich. Er ist für den Regionalbereich Malente zuständig, neben dem es im ZVO-Gebiet zwei weitere Bereiche gibt. Malente umfasst dabei Kommunen in den Kreisen Ostholstein, Plön und Segeberg. Dazu gehören 290 Kilometer Netz, 250 Pumpwerke und 23 Kläranlagen.

Bürgermeister Michael Koch zeigte sich nach wie vor überzeugt, dass 2007 die Weichen richtig gestellt wurden. „Wenn ich allein das Zahlenwerk betrachte, können wir als Gemeinde einmal mehr feststellen, dass unsere Entscheidung, die Schmutzwasserbeseitigung auf den ZVO zu übertragen, völlig richtig war.“ Das hätte die Gemeinde gebührenneutral für den Kunden niemals schaffen können. Der ZVO hatte bei der Übernahme seinerzeit eine Gebührenstabilität für fünf Jahre zugesichert. Danach war es allerdings zu einem deutlichen Gebührenschub gekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen