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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 19:26 Uhr

Typischer Start ins Jahr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In Ostholstein stieg im Dezember die Arbeitslosigkeit um 12 Prozent / Eutin ist negative Ausnahme

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Im letzten Monat des Jahres 2015 hat in allen vier Dienststellen der Arbeitsagentur in Ostholstein und auch im Kreis Plön die Arbeitslosigkeit zugenommen. Mit einer Ausnahme seien die Zahlen aber kleiner als vor einem Jahr, meldet die Agenturleitung: Die Ausnahme ist die Dienststelle Eutin, wo die Arbeitslosigkeit höher ist als zum Ende des Jahres 2014.

Im Kreis Ostholstein waren Ende Dezember 6868 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg zum November um 742 (12,1 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 48. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent (Vorjahr 6,5). Bei den Arbeitsagenturen werden 2766 Menschen betreut, 593 mehr als im November und 84 weniger als vor einem Jahr. Beim Jobcenter Ostholstein waren 4102 Kunden gemeldet, 149 mehr als im Vormonat und 36 mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitsagentur Eutin meldete 1900 Arbeitslose, 86 mehr als im November und 48 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,9 Prozent (Vorjahr 7,8). Es meldeten sich 332 Personen arbeitslos, 249 meldeten sich ab. 84 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Bezirk Neustadt ist die Arbeitslosigkeit im Dezember um 245 auf 1232 Personen angestiegen, im Vergleich zum Vorjahr 68 weniger. Die Arbeitslosenquote ist 7,7 Prozent (Vorjahr 8,1). Im Bezirk Oldenburg waren 1930 Arbeitslose gemeldet, ihre Zahl stieg um 288, es waren aber 18 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lautet 7,7 Prozent (Vorjahr 7,9). Im Bezirk Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit um 80 auf 848 Betroffene gestiegen, das waren 5 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist 5,5 Prozent (Vorjahr 5,6).

„Die Entwicklung verlief in unserer Regionen unterschiedlich. Im Kreis Ostholstein gab es einen saisonbedingten Anstieg zum Vormonat, während die Entwicklung zum Vorjahr weiterhin stabil ist. Üblicherweise steigt hier die Arbeitslosigkeit im Januar und Februar noch weiter an, bevor ab März die Frühjahrsbelebung einsetzt,“ analysiert Markus Dusch, Chef der Arbeitsagentur Lübeck.

In der Hansestadt sei die Arbeitslosigkeit zum Vormonat sogar leicht zurückgegangen, so dass im Dezember der niedrigste Wert des Jahres 2015 verzeichnet worden sei. Dusch: „Hier wirkt sich die Saisonarbeitslosigkeit üblicherweise erst ab Januar aus. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Hansestadt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter anderem, weil das bundesweite Projekt ,Bürgerarbeit‘ Ende 2014 auslief und die Entlastung durch die arbeitsmarktpolitische Förderung beim Jobcenter geringer ausfiel.“

Im Kreis Plön wurden am Monatsende 3501 Arbeitslose gezählt. Das waren 99 mehr als im November, aber 63 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote für den Kreis beträgt 5,4 Prozent (Vorjahr 5,5). 1326 Arbeitslose wurde von der Arbeitsagentur betreut, 96 weniger als vor einem Jahr. Das Jobcenter hat 2175 Kunden, 33 mehr als Ende 2014.

„Für das Jahr 2016 müssen wir aufgrund der Rahmenbedingungen mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen“, sagt Volker Lenke, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kiel. Insgesamt sei der Arbeitsmarkt im Kreis Plön durch seine vorwiegend klein- und mittelständisch geprägte Struktur jedoch weniger anfällig für Veränderungen. Gerade diese Betriebe würden versuchen, ihr qualifiziertes Personal zu halten und gegebenenfalls den Mitarbeiterstamm zu erweitern. „Somit wird es auf der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes weiterhin Bedarfe geben. Eine der Herausforderungen für das Jahr 2016 wird es dann sein, adressatengerechte Lösungen für alle Kundinnen und Kunden der Agentur und des Jobcenters zu finden“.

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