Heiligenhafen : TV-Reportage: Vogelparadies in Gefahr

Die Halbinsel Graswarder war Schauplatz für die 30-minütige TV-Reportage "Natur nah" des NDR-Fernsehens.

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11. Oktober 2012, 11:26 Uhr

Heiligenhafen | Am Dienstag, 16. Oktober, wird der Film um 18.15 Uhr zu sehen sein. Hier eine Vorschau:

"Emma ist wieder da!" - mit einer kleinen Sensation beginnt die Saison 2012 auf der Halbinsel Graswarder in Heiligenhafen. Niemand hatte mehr damit gerechnet, dass die alte Graugansdame nach einer schweren Erkrankung noch einmal zurückkehrt ins Naturschutzgebiet an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Nicht einmal Klaus Dürkop, der sich hier seit mehr als 40 Jahren um die Vogelwelt kümmert. Der Schutzgebietsreferent hatte "Emma" Mitte der 1980er-Jahre als Küken mit der Hand aufgezogen und seitdem eine ganz besondere Beziehung zu seinem betagten "Liebling" entwickelt.
Seevögelkolonien sollen vor rücksichtslosen Touristen geschützt werden

Um die Seevogelkolonie vor rücksichtslosen Touristen und ausufernden Bettenburgen zu schützen, setzte sich Klaus Dürkop schon in den 1960er-Jahren für deren Schutz ein. Anfang Juni hat der Tierschützer mehr als 400 Sturmmöwen-Paare in der Nähe der NABU-Infohütte beim Brüten beobachtet. Das heizt die Begeisterung des Vogelfreundes auch nach jahrelangem Engagement immer wieder an.

Fasziniert von Graswarder ist auch Carsten Höper, der mit seiner Familie eine Führung durch das Naturschutzgebiet mitgemacht hat. Sogar die warmen Möweneier dürfen sie anfassen. Die Familie aus Heiligenhafen wohnt im Sommer in einem der reetgedeckten Ferienhäuser direkt am Rande des Naturparadieses. Doch ausgerechnet jetzt sind alle Sturmmöwen-Eier zerstört, kein einziges Küken ist mehr zu entdecken. Vogelschützer Klaus Dürkop hat einen Verdacht…

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