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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 02:14 Uhr

Tunnelfans in Kopenhagen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wirtschaftsvertreter werben für „Chancen-Bringer“

Vor vier Wochen war die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn in Kopenhagen, um vor der Presse die Argumente ostholsteinischer Kritiker gegen die feste Fehmarnbelt-Querung zu erläutern. Gestern suchten die Befürworter des Projektes den Kontakt zu den Meinungsmachern in Dänemark. Ihr Tenor: „Die norddeutsche Wirtschaft steht nach wie vor geschlossen zum Bau der Fehmarnbelt-Querung.“

Das betonten sowohl Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) als auch Vertreter mehrerer Wirtschaftsorganisationen. „Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein Chancen-Bringer: Die Wirtschaft will und wird von den neuen Möglichkeiten profitieren und betrachtet den neu entstehenden Markt als Herausforderung für neue Aktivitäten, Engagements, Investitionen und Arbeitsplätze“, bekräftigte Friederike C. Kühn, Präses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck.

Zusammen mit den Repräsentanten der IHK zu Schwerin, der Handelskammer Hamburg, des Unternehmensverbund Nord und der Vereinigung HanseBelt unterstrich Kühn, dass die Verbindungen nach Skandinavien ein wesentlicher Standortfaktor sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitskräfte seien. Allein für Schleswig-Holstein sei Dänemark mit exportierten Gütern und Dienstleistungen im Wert von 1,5 Milliarden Euro in 2014 der umsatzstärkste Außenhandelspartner.

Laut Minister Meyer wird die Landesregierung den zügigen Bau des Tunnels weiterhin unterstützen. „Das deutsche Genehmigungsverfahren ist auf dem Weg, die Deutsche Bahn AG bereitet das Verfahren für die Schienenanbindung von Lübeck bis Puttgarden vor. Die Herausforderungen liegen jetzt in der Hand der verschiedenen Vorhabenträger und
Genehmigungsbehörden, die Teilvorhaben zügig umzusetzen und dabei die einzelnen Zeitpläne zu koordinieren“, so Meyer.

Eberhard Rauch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Ostholstein-Plön, sagte in Kopenhagen: „Der Fehmarnbelt-Tunnel schafft mehr Möglichkeiten für Unternehmen, die verschiedenen Verkehrsträger optimal kombinieren und auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zuschneiden zu können.“


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erstellt am 15.Apr.2015 | 14:32 Uhr

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