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TSV-Vorsitzender Böttcher spricht von falschen Zahlen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 04.Mai.2017 | 12:54 Uhr

Die Arbeit an einem Sportstättenkonzept für die Gemeinde Süsel hat noch nicht richtig begonnen, da gibt es schon Kritik an den Gutachtern: Zu Kosten eines Sportplatzneubaus seien schlicht falsche Zahlen gesagt worden, schimpft Holger Böttcher, 1. Vorsitzender des TSV Süsel.

Böttcher bezieht sich auf eine Aussage des wissenschaftlichen Mitarbeiters Jan Kähler, dass ein Rasenplatz in der Regel ab 180  000 Euro zu haben sei, ein Kunstrasenplatz ab 600  000 Euro (OHA von gestern, „Süsel ermittelt Sportstättenbedarf“). „Entgegen diesen Zahlen dürften die tatsächlichen Kosten bei 300  000 Euro für Naturrasen und circa 450  000 Euro für einen Kunstrasenplatz liegen,“ stellt Böttcher fest. Ähnliche Platzerneuerungen habe es zu diesen Konditionen in Gleschendorf gegeben. Damit sei der Kostenunterschied nicht so groß, wie er suggeriert werde.

Ein Kunstrasenplatz biete zudem deutliche Vorteile, die laufenden Kosten sind wesentlich geringer, die Lebensdauer und Belastbarkeit deutlich höher. Ein Kunstrasenplatz könne fast ganzjährig von Verein und der Schule für Fußball, American Football und andere Sport- und Spielarten genutzt werden und würde die starke Sporthallenbelastung reduzieren.

Dr. Jan Andresen, Sprecher der American Footballer des TSV Süsel, ergänzt: „Wir sind schon ziemlich irritiert, wie hier mit falschen Zahlen und gegen den Sport agiert wird. Wir haben starken Zulauf und sind die einzigen Footballer im Kreis Ostholstein.“ Böttcher und Andresen betonen zudem, dass die Belastungsunterschiede bei Fußball und American Football „marginal“ seien, – und das sei wissenschaftlich nachgewiesen.

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