TSV Plön begrüßt Jugendförderung

Sportler des Jahres sind Katharina Cassebaum (Einrad), Felix Werrmann (Handball) und die Fußballliga.
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Sportler des Jahres sind Katharina Cassebaum (Einrad), Felix Werrmann (Handball) und die Fußballliga.

Höhere Zuschüsse der Stadt lieferten der Jugendarbeit eine verlässliche Basis / Mitgliederschwund falle vergleichsweise gering aus

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24. März 2018, 18:57 Uhr

Die Nachricht, dass die Stadt im Haushalt 2018 die gekürzten Zuschüsse wieder auf zehn Euro pro Kopf für Kinder und Jugendliche in Vereinen erhöht hat, erfreut auch den TSV Plön. Damit erhalte der Handlungsspielraum für die Jugendarbeit wieder einen festen Untergrund, sagte Vorsitzender Dieter Willhöft bei der TSV-Jahresversammlung vor 44 Stimmberechtigten und 15 Gästen. Im Vergleich zu anderen Vereinen im Kreis sei die Mitgliederentwicklung positiv zu bewerten. „Wir haben insgesamt in den letzten zwei Jahren nur 54 Mitglieder weniger. Diese Zahl ist zwar immer noch ein Minusergebnis, aber bei insgesamt circa 1550 Mitgliedern noch erträglich“, so Willhöft. Ziel sei es, den Verein jünger, attraktiver und frischer zu gestalten, um neue Mitglieder zu begeistern.

Er dankte der Stadt für die kostenfreie Nutzung der Sportstätten. Noch keine optimale Lösung gebe es für die Gastronomie im Sportheim. „Bei einem pro Kopf Umsatz von circa zehn Euro wäre ein Überleben eines Pächters möglich“, appellierte Willhöft. Das Sportheim sei montags bis freitags ab 18 Uhr und nach Absprache, auch für private Feiern, geöffnet.

„Der Haushalt ist auf Kante genäht. Entscheidend wird die Anzahl der Mitglieder sein. Wir wollen 2018 mit einer schwarzen Null abschließen. Das ist machbar“, kündigte Kassenwart Rolf Witt mit Blick auf die 1554 Mitglieder an. „Zum 30. Juni 2018 sind wir schuldenfrei“, erinnerte Witt daran, dass der TSV mit 200 000 (damals noch) Mark in der Kreide stand, als er den Posten übernahm.

Doreen Laatz, Beauftragte für Breitensportprojekte im Kreissportverband Plön (KSV), erzählte von den Bemühungen, der negativen Mitgliederentwicklung im Kreis mit finanziellen Anreizen entgegen zu wirken. Höhere Zuschüsse gebe es für Übungsleiter, Trainerausbildung und Kooperationen mit Ganztagsschulen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sowie Kitas. „Jetzt sind die Vereine gefordert, die Zuschussmöglichkeiten auszuschöpfen“.

Sportler des Jahres sind Katharina Cassebaum (Einrad), Felix Werrmann (Handball) und die Fußballliga. „Katharina ist unser Aushängeschild“, erklärte stellvertretender Vorsitzender Lars Fehrmann in seiner Laudatio. Die 27-Jährige leitet seit 2005 die Sparte, hat diese aufgebaut und trainiert die Einradfahrer. Sie holte zahlreiche Titel nach Plön und qualifizierte sich für ihre 5. WM, die sie im Sommer 2018 nach Südkorea führt.

Werrmann (23) sei einer der besten Linksaußen auf der Handballebene Schleswig-Holsteins. Der Jugendschiedsrichter und Herrenwart sei ein echter Teamplayer und Vorbild der Jugendspieler. Die 1. Herren, die 2017 Kreismeister wurden und in die Fußball-Verbandsliga Ost aufgestiegen sind, erhielten die Auszeichnung aufgrund sportlicher Erfolge und den Verdiensten der Trainer. Ziel sei es, wieder die Nummer 1 im Fußball zu werden.

Verabschiedet wurden die langjährigen Spartenleiter Schießen, Elke Lamp, und Heike Brach (Reha-Sport). Leider habe man sich von der Sparte Schießen trennen müssen, sagte Willhöft. Die sieben aktiven Sportler seien alle jenseits der Siebzig, und es habe sich kein Nachwuchs abgezeichnet. Auch die Sparte Wandern wurde eingestellt, nachdem sich für die Leiterin Margrit Paulsen kein Nachfolger fand.

Die Montagsgruppe Reha-Sport wurde in 60plus umbenannt. Neuer Trainer nach Heike Brach ist Malte Redmer. Bei Wahlen wurden Vorsitzender Dieter Willhöft, Vorstandsmitglied Werner Falkenberg und Kassenwart Rolf Witt jeweils für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Neu im Vorstand sind Katja Will, die Leiterin der Zumba-Sparte, Jana Czöczock, Spartenleiterin Kinderturnen und Klettern sowie Handballobmann André Falk, der für Sportwart Arne Balk kommt. Als neuer Jugendwart wurde Malte Redmer bestätigt, der die Nachfolge von Artur Maslimov antritt.





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