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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 20:04 Uhr

TSV hofft auf mehr Geld von der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vorsitzender Willhöft formuliert Erwartungen „trotz aller Verständnissäuselei“

von
erstellt am 01.Apr.2017 | 17:38 Uhr

Der Turn- und Sportverein (TSV) Plön hofft, dass die Stadt, die im vergangenen Jahr den Zuschuss je Mitglied von zehn auf fünf Euro halbiert hatte, wieder stärker einsteigt in die finanzielle Förderung des Vereins. Das erklärten Vorsitzender Dieter Willhöft und Kassenwart Rolf Witt in der Jahresversammlung vor 54 Mitgliedern und 18 Gästen, darunter Doreen Laatz vom Kreissportverband und Bürgermeister Lars Winter.

Die Zuschüsse entsprächen bei weitem nicht den Ansprüchen eines Vereins, monierte Willhöft. Die daraus resultierenden Einsparungen im Haushalt der Stadt fielen verschwindend gering aus. „Trotz aller Verständnissäuselei und Ankündigungen sollte dieses Thema wieder in den Gremien zur Sprache gebracht werden, um dann letztendlich die Kürzungen, die ein Bruchteil des Defizits der Stadt Plön ausmachen, zu revidieren.“

Bei einem Fehlbetrag von 1,5 Millionen fielen doch 10  000 bis 15  000 Euro nicht ins Gewicht, meinte Witt in seiner launigen Rede. Er hoffe auf eine Rolle rückwärts: „Wir erwarten ab 2018 die Zuschüsse wieder in alter Form und Höhe“, sagte er an Winter gerichtet.

Die Stadt sei bemüht, alles möglich zu machen um den Sport weiter zu fördern, hielt sich der Bürgermeister in seinem Grußwort zum Thema Finanzen bedeckt. Mit 1616 Mitgliedern sei der TSV der mit Abstand größte Verein in Plön, so Witt. Die finanzielle Situation hänge von der Mitgliederentwicklung ab, und da sehe es gar nicht mal so schlecht aus. Als größere Ausgabe möchte der TSV in 2017 die Fenster des Vereinsheims für 10 000 Euro erneuern. 20 Prozent Förderung gebe es vom Landessportverband, 20 Prozent vom Kreis Plön – aber nur, wenn sich auch die Stadt mit 20 Prozent beteilige.

Thema war auch die finanzielle Situation des Sportheims. Wegen schleppender Zahlungsbereitschaft und einiger Vorfälle habe man den Vertrag mit den Pächtern gelöst, erklärte Willhöft. Im kleinen Rahmen sei es jetzt montags und freitags ab 18 Uhr geöffnet. Mit dem Musikzug Plön werde in Kürze über eine gemeinsame Nutzung gesprochen. Außerdem sei ein Teil vermietet worden.

Willhöft appellierte an die Mitglieder, das Sportheim mehr zu beleben. „Wenn jedes Mitglied einmal im Monat eine Currywurst verzehren würde, kämen wir auf einen Umsatz von 5600 Euro.“
Und Willhöft erinnerte an die Leistungen des kürzlich verstorbenen Leiters der Boxsparte, Hans Korth. Seit 1970 Mitglied der Boxsparte, ab 1982 deren Leiter, habe er wohl 100 Kämpfe bestritten und ihr seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Er organisierte in Plön Landes- und Deutsche Meisterschaften, förderte Jugendliche und gab Anstoß zur Rapsblütenlauf sowie Lauf- und Wanderfestival Großer Plöner See.

Als herausragende Jugendsportler und Sportler des Jahres 2016 zeichnete Willhöft aus: Verena Amann (14, Einradsparte), Besian Beqiri (15, Deutscher Boxmeister im Kadetten-Weltergewicht), Katharina Cassebaum (26, 5. Platz Weltmeisterschaft), Björn Alberts (29, Torwart 1. Herren-Mannschaft Fußball). Mannschaft des Jahres ist die 3. Tischtennis-Herrenmannschaft mit Rudi Pieper, Rolf Thode, Knut Seebach, Manfred Marquardt, Dieter Detlefs und Günter Pohlmann (Altersdurchschnitt 76 Jahre). Gertrud Werner (64) aus Düsseldorf ist neue 2. Vorsitzende und folgt auf Roy Meinhard, der den Posten abgab. Die Sportarten der Lehrerin sind Basketball, Schwimmen und Tauchen. Im Amt bestätigt wurden Bruno Brillert und Lars Fehrmann sowie der von der Jugendversammlung gewählte Jugendwart Artur Maslimov. Der Vorstandsposten des verstorbenen Hans Korth blieb vakant.


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