Tristesse bei Eutin 08

Frust auf der Eutiner Auswechselbank: Sebastian Witt war unübersehbar enttäuscht, dass ihm und seinen Mitspielern gegen den TSV Kropp so wenig gelungen war.  Fotos: Hartmann
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Frust auf der Eutiner Auswechselbank: Sebastian Witt war unübersehbar enttäuscht, dass ihm und seinen Mitspielern gegen den TSV Kropp so wenig gelungen war. Fotos: Hartmann

Fußball-Oberliga Schleswig-Holstein: Verunsicherung nach 2:3-Niederlage gegen Aufsteiger TSV Kropp

shz.de von
02. September 2018, 23:48 Uhr

Bei Regionalliga-Absteiger Eutin 08 schrillen nach der 2:3(1:2)-Niederlage gegen den TSV Kropp die Alarmglocken. 08-Trainer Lars Callsen revidierte nach dem Schlusspfiff das Saisonziel: „Wir wollten im oberen Drittel mitspielen, jetzt geht es nur noch um den Klassenerhalt“, sagte der sichtlich zerknirschte Coach.

Der clevere Aufsteiger aus Kropp präsentierte sich sofort hellwach und erwischte einen Traumstart. Bereits in der dritten Minute zirkelte Lars Horstinger einen direkten Freistoß aus rund 30 Metern ins Tordreieck. Der Treffer zeigte Wirkung. Während die Eutiner verunsichert wirkten, wurden die Gäste immer sicherer. Beim 0:2 durch Finn Langowski in der neunten Minute leistete sich die 08-Defensive einen kollektiven Blackout und bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Es hätte noch ärger für Eutin 08 kommen können. So traf Horstinger nur den Querbalken und Tim Niklas Asmussen scheiterte an 08-Keeper Thorge Beuck. Bereits nach einer halben Stunde wechselten die Eutiner zum ersten Mal. Kevin Ferchen sorgte auf der linken Außenbahn für neuen Schwung. Eutin kam jetzt besser ins Spiel und verkürzte in der 36. Minute. Nach einem Eckball fiel Rasmus Tobinski der Ball vor die Füße, was der Stürmer zum 1:2-Pausenstand nutzte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit die nächste kalte Dusche für die Gastgeber. Nach einem Ballverlust der Eutiner an der Mittellinie stürmte Torben-Christopher Hindersmann allein auf das Eutiner Tor zu und vollendete sicher zum 1:3 aus Sicht der Gastgeber. Eutin 08 verstärkte anschließend den Druck, fand aber kein spielerisches Mittel, um die gute Gäste-Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Der Wille der Gastgeber war zu erkennen, es fehlten aber der letzte Biss und die Durchschlagskraft. In der 88. Minute gelang wenigstens noch der zweite Treffer, als Thies Borchardt einen an Tobinski verursachten Foulelfmeter zum 2:3-Endstand verwandelte.

„Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber wieder zu viele einfache Fehler gemacht. Wir werden jetzt anders trainieren und es künftig, wie die Konkurrenten verstärkt mit langen Bällen versuchen“, sagte Lars Callsen. Sein Gegenüber Dirk Asmussen strahlte dagegen: „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen. Eutin hat wenig Zielführendes gezeigt und war nach meinem Geschmack sehr offen, was wir genutzt haben.“

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