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Treppe: „Wir sollten uns zeitlich nicht unter Druck setzen lassen“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Seit Monaten ist die Treppenanlage, die von der oberen Peterstraße zur Straße Am Mühlenberg führen soll, Thema im Eutiner Bauausschuss. Gestern nun das Finale: die Abstimmung über die äußere Erscheinung, das Material, der geschwungenen Variante – Beton, Klinker oder Granit?

Der Schlagabtausch in der Sondersitzung fiel moderat aus. Die CDU-Fraktion sprach sich für den „Bockhorner Klinker“ aus – mit geschätzten 154  000 Euro die günstigste der drei Varianten. Denn die Ausführung in Beton soll rund 157  500 Euro kosten, Granit wiederum fast 197  000 Euro. „Klinker hat auch den Vorteil, dass die einzelnen Steine leicht ausgetauscht werden können, falls mal ein Stein kaputt geht“, sagte Olaf Schmidt. Zudem wäre Klinker die gleiche Art von Optik, wie sie vor Ort bereits verwendet werde. „Die Treppe ist unser Empfangsportal“, sagte Ausschussmitglied Schmidt. Die SPD hielt dagegen: „Wir wollen keine halben Sachen – wir wollen Granit“, sagte Klaus Kibbel. Man wolle „eine wirklich edle Sache, die vom Telekomgebäude ablenkt“, so Kibbel weiter. Außerdem sei Granit besser zu pflegen, Klinker werde schnell unansehnlich.

Die Grünen sprachen sich aufgrund der Kosten und längerer Lieferzeiten gegen Granit aus. Klinker sei wiederum sehr dunkel, argumentierte Monika Obieray und sprach sich dafür aus, dass die Treppe „durch grüne Pflanzen aufgehellt“ werden müsste.

Malte Tech (Freie Wähler) warnte in der Diskussion davor, dass die Klinker-Variante aufgrund von speziellen Formsteinen – Sonderanfertigungen – teurer werden könnte. Und dass „sich nach zehn, zwölf Jahren die ersten Klinkersteine lösen“, was zu Folgekosten führe.

Am Ende wurde die Abstimmung knapp: sechs Ausschussmitglieder stimmten für den CDU-Antrag, Klinker zu verwenden, fünf waren dagegen.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt geht davon aus, dass nach Abschluss der weiteren Planungen ein Endergebnis im Januar feststehe. Die Lieferzeit für den Klinker taxierte Rubelt auf drei bis vier Monate. Ob zum Start der Landesgartenschau am 28. April 2016 die Besucher bereits über die neue Treppe flanieren können, steht indes in den Sternen. Aber: „Wir bauen die Treppe nicht für die Gartenschau, sondern im Rahmen der Stadtentwicklung. Da sollten wir uns zeitlich nicht unter Druck setzen lassen“, sagte Heiko Godow (CDU).

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erstellt am 10.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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