Eutin : Treppe muss gebaut werden - sonst drohen Sanktionen

Historische Aufnahme: Einer der Ortstermine des Eutiner Bauausschusses an der Treppenbaustelle. das war im März 2016. Die Treppe gibt es immer noch nicht.
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Historische Aufnahme: Einer der Ortstermine des Eutiner Bauausschusses an der Treppenbaustelle. das war im März 2016. Die Treppe gibt es immer noch nicht.

Das Treppen-Thema könnte sich in Eutin nun nach jahrelanger Diskussion am Donnerstagabend erledigt haben. Im Stadtentwicklungsausschuss stellt die Verwaltung vor, was eine verkleinerte Variante der bislang geplanten Treppe kosten würde.

shz.de von
17. April 2018, 11:00 Uhr

Das Treppen-Thema könnte sich in Eutin nun nach jahrelanger Diskussion am Donnerstagabend erledigt haben. Im Stadtentwicklungsausschuss stellt die Verwaltung vor, was eine verkleinerte Variante der bislang geplanten Treppe kosten würde.

Auch die lang ersehnte Antwort aus dem Innenministerium ist da. Stadtvertreter hatten die Verwaltung vergangenen Herbst beauftragt, zu prüfen, was ein Nicht-Bauen kosten würde. Jetzt soll es schwarz auf weiß im Antwortschreiben des Ministeriums lesbar sein: „Ein Verzicht auf den Bau der Treppenanlage ist in jedem Fall förderschädlich. Mindestens Fördermittel für die Straße Am Mühlenberg wären zurück zu erstatten. Darüber hinausgehende Sanktionen werden vorbehalten“, zitiert die Verwaltung in der Sitzungsvorlage.

Für die Umgestaltung der Straße „Am Mühlenberg“ sind bereits Kosten in Höhe von rund 254 000 Euro angefallen, laut Verwaltung würde das bei einer „2/3-Förderung“ rund 170 000 Euro bedeuten, die zurückzuzahlen wären. „Darüber hinaus wären möglicherweise noch weitere Rückerstattungen zu leisten“, heißt es in der Vorlage.

Die Platzgestaltung in der westlichen Peterstraße würde zudem Kosten in Höhe von rund 76 000 Euro verursachen. Der Aufwand für den Bau der zur Zeit beschlossenen Treppenvariante liege gemäß aktueller Kostenberechnung bei rund 175 000 Euro brutto, das heißt die Rückzahlung von Fördermitteln und die Gestaltung des Platzes würden mit gesamt 246 000 Euro rund 71 000 Euro Mehrkosten für die Stadt bedeuten. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, in der Ausgestaltung der Treppe zu sparen: Statt Klinker lieber Sichtbeton, statt groß lieber kleiner. So könnten rund 55 000 Euro gespart werden, da die Kosten dann nur noch auf 120 000 Euro geschätzt werden. Bürgermeister Carsten Behnk hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass er es sich nicht mit Kiel verscherzen wolle, da die Stadt weitere Fördermittel für die laufende Sanierung benötige. Wie (wahl-)kampfwillig die Fraktionen sind, wird sich zeigen.

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